Eishockey: DEL

Die Heimweste bleibt blütenweiß

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Auch eine unschöne Szene im ersten Drittel, als Bergmann (rechts) und Jobke sich einen Faustkampf lieferten, trübte am Ende nicht die Freude über den Heimerfolg der Roosters.

Iserlohn - Zumindest in der Eissporthalle am Seilersee bleiben die Roosters eine Macht, denn nach dem 5:2 gegen Wolfsburg und 8:3 gegen Meister München ließen die Sauerländer am Sonntag mit dem 4:2 gegen den ERC Ingolstadt dort den dritten 3-Punkte-Erfolg folgen.

Auch wenn die Gastgeber an diesem Nachmittag nicht immer die spielerisch bessere Mannschaft waren, kämpferisch überzeugte das Team auf ganzer Linie. Ohne Caporusso (Handbruch) und Orendorz (Oberkörperverletzung) starteten die Sauerländer aggressiv und lauffreudig, fanden immer wieder Wege, die sehr passive Defensive der Oberbayern in Bedrängnis zu bringen.. Camara per Bauerntrick, Turnbull im Nachsetzen und noch einmal Camara fanden die Lücke an Keeper Reimer vorbei aber nicht. 

Stattdessen glänzte der Gast durch Effizienz, ging durch Collins in Front (11.). Fortan kontrollierte Ingolstadt das Geschehen im ersten Drittel, das mit einem Faustkampf des jungen Bergmann mit Jobke noch einen „Höhepunkt“ hatte. Der 19-Jährige musste mit einem Cut hinter dem Ohr genäht werden, zudem hagelte es Strafen. So stand Ingolstadt aufgrund einer weiteren, vorher kassierten Hinausstellung in den ersten 97 Sekunden von Abschnitt zwei nur mit drei Spielern auf dem Eis, überstand diese Phase aber. 

Als die Bayern dann gerade wieder zu viert verteidigen konnten, öffnete sich die Lücke. Todd verbuchte als letzter aller Roosters-Verteidiger seinen ersten Saisontreffer. Trotz des Tores waren allerdings nicht die Blau-Weißen in den Folgeminuten die bessere Mannschaft, sondern die Schanzer. Die machten Druck, aber der IEC jubelte (26./32.). Camaras Doppelpack, einmal mit Glück, als Reimer der Scheibe Raum gab, damit sie durch seine Beine ging, einmal mit Können, als der letztjährige Neuzugang den Puck mit der Rückhand ins obere Eck schlenzte, gab wieder Auftrieb. 

Und als Florek gar auf 4:1 erhöhte (36.), nahm der Sieg Konturen an, doch noch vor Drittelende verkürzte Routinier Greilinger wieder (37.). Mit der 4:2-Führung ging es ins letzte Drittel, und in diesem brachte das Daum-Team das Resultat mit viel Leidenschaft und Energie über die Runden. Standing Ovations der knapp 4000 Zuschauer waren schließlich der verdiente Lohn.

Roosters: Dahm – Schmidt, Ellerby; Fischer, Martinovic; Todd, Yeo; Lautenschlager – Trupp, Turnbull, Bergmann; Weidner, Smotherman, Camara; Matsumoto, Friedrich, Florek; Clarke, Dmitriev, Shevyrin 

ERC: Reimer – Kostinen, Edwards; Wagner, Friesen, Sullivan, Kohl; Jobke – Olver, Taticzek, Sopainen; Olsen, D´Amigo, Greilinger; Cannone, Collins, Kelleher; Wohlgemith, Ramoser, Elsner 

Schiedsrichter: Schukies, Schütz 

Tore: 0:1 (10:25) Collins (Kelleher, Edwards), 1:1 (21:44) Todd (Trupp, Matsumoto/5:4), 2:1 (25:53) Camera (Ellerby, Smothermann), 3:1 (31:57) Camara (Smotherman, Martinovic), 4:1 (35:47) Florek (Weidner, Friedrich), 4:2 (36:36) Greilinger (Olson, D´Amigo), 

Strafminuten: Roosters: 12 + 10 (Bergmann); ERC: 16 + 10 (Jobke) 

Zuschauer: 3786

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