Eishockey, DEL

Roosters-Niederlage zum Heimkehraus

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Abschied der Roosters-Fans von einem, der gar nicht mehr auf dem Eis stand: Goalie Mathias Lange.

Iserlohn – Kein Heimsieg mehr für die Fans am Seilersee. Nach einem weitgehend körperlos geführten Match mussten sich die Iserlohn Roosters vor 4900 Fans am Freitagabend dem ERC Ingolstadt mit 1:2 geschlagen geben.

Hockeyabende, an denen es für die eine Mannschaft um nichts, für die andere aber um so mehr geht, nehmen oft einen außergewöhnlichen Verlauf. Das war auch so am Seilersee. Ingolstadt, deutlich weniger offensiv unterwegs als in den bisherigen Saisonspielen gegen die Blau-Weißen, arbeitete intensiv, hinterließ aber nicht den Eindruck, um jeden Preis drei Punkte einfahren zu wollen. Das galt auch für die Sauerländer, die immer wenn sie mit Tempo in die gegnerische Zone kamen, Gefährliches kreierten, ansonsten aber wenig hundertprozentige Gelegenheiten auf den Kasten der Panther, gehütet von Timo Pielmeier, bringen konnten.

Chancen blieben insgesamt Mangelware. Garbutt scheiterte für die „Schanzer“ in der dritten Minute an Sebastian Dahm, die Roosters waren bei Gelegenheiten von Bergmann (11.) und einem Orendorz-Schuss der Führung nahe. Beide Goalies aber hielten ihren Kasten sauber.

Doppelte Überzahl ungenutzt

In den Mittelabschnitt starteten die Sauerländer in doppelter Überzahl. Olver und Wagner saßen für 46 Sekunden gemeinsam auf der Strafbank, trotz des zuletzt deutlich verbesserten Powerplays aber konnten die Iserlohner diese Momente nicht zur Führung nutzen. Auf der anderen Seite machte es der ERC nach 185 Sekunden besser. Nach einem schnellen Angriff der Panther nutzte Ex-Rooster Sean Sullivan ein Zuspiel an den linken Pfosten, um unbedrängt zum 1:0 einschießen zu können. Knappe zwei Minuten später jubelten die Ingolstädter erneut, wollten die Scheibe über der Linie gesehen haben. Der Videobeweis aber belehrte eines Besseren, Dahm hatte die Scheibe vor der Linie eingeklemmt, und die Panther hatten sie trotz aller Versuche nicht darüber gebracht. Anschließend verflachte die Partie, leisteten sich beide Teams zahlreiche Scheibenverluste und Unkonzentriertheiten. Auch deshalb blieb es bei der knappen Führung der Gäste. 

Ein Faustschlag von Mashinter gegen Turnbull, der getroffen am Kinn auf dem Eis zusammenbrach, war der erste erwähnenswerte Moment im letzten Drittel. Zwar kassierte Turnbull für sein Nachstochern gegen Pielmeier zwei Minuten, Mashinter musste sogar für vier Minuten raus. Die Roosters spielten anschließend ein sehr gutes Powerplay, blieben allerdings erneut ohne Tor, überstanden dann eine 85 Sekunden dauernde Unterzahl und waren spätestens dann die bessere Mannschaft.

Camaras Anschlusstreffer

Ein Turnover 9:24 Minuten vor dem Ende sorgte indes für die Vorentscheidung. Jobke vollendete seine Konterchance mit einem Schuss ins Iserlohner Tor. Leider ein typischer Fehler der Roosters in dieser Saison. Man stand offensiv zu tief, wollte, obwohl überlegen, zu viel. Zwar gelang Camara in Überzahl noch der Anschlusstreffer, der Ausgleich aber war den Sauerländern trotz weiterer guter Möglichkeiten in den Schlusssekunden nicht mehr vergönnt.

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