4:2-Auswärtssieg in Krefeld

Perfekter Jahresausklang im Krefelder Königpalast

+
Konzept aufgegangen: Mit stabiler Defensive, harter Arbeit und einfachen, aber schönen Toren kamen die Schützlinge von Trainer Jari Pasanen im letzten Spiel des Jahres in Krefeld zum Erfolg.

Krefeld - Nach sechs Auswärtsniederlagen in Serie holten sich die Iserlohn Roosters ausgerechnet im wichtigen Sechs-Punkte-Spiel bei den Krefeld Pinguinen einen ganz wichtigen Auswärtserfolg und besiegten den ehemaligen Angstgegner zum dritten Mal in dieser Saison – verdient.

Von Mirko Heintz

Drittel eins war echtes Roosters-Hockey mit stabiler Defensive, harter Arbeit und einfachen, aber schönen Toren. Die verbuchten Friedrich nach einem Traumpass von Raedeke, der sich zuvor hinter dem Krefelder Kasten durchgesetzt hatte, und Blank im Powerplay (8./12.). Wie schon in den ersten beiden Aufeinandertreffen traf der ehemalige Pinguin gegen sein Ex-Team. Es hätte das perfekte Auswärtsdrittel werden können, hätten sich die Sauerländer nicht anschließend vier unkonzentrierte Minuten geleistet und den Gegner so zum Anschlusstreffer eingeladen (16.). Entweder hatten die Roosters Probleme, die Scheibe aus dem eigenen Drittel herauszubekommen, oder sie ließen den Gastgebern zu viel Platz in der neutralen Zone. Es brauchte den Schock des 1:2 durch Courchaine, um zur geduldigen Erfolgstaktik zurückzukehren.

Das galt auch – unter erschwerten Bedingungen – im Mittelabschnitt. Beiden Mannschaften machte das weiche Eis im Königpalast zu schaffen, die Roosters aber schienen damit besser umgehen zu können, hatten im Gegensatz zu den Pinguinen keine lange Auswärtsfahrt in den Knochen. Trotzdem blieb es ein ausgegliches Match, in dem beide Mannschaften ihre Chancen hatten, beide Torhüter aber einen richtig guten Job machten. Friedrich, Raedeke und Blank scheiterten an Duba, Vasiljevs und Pietta an Lange. Ein Überzahlspiel knapp drei Minuten vor dem Ende ließ die Roosters ihre Ausgangssituation deutlich verbessern. Raedeke zauberte einen Traumpass auf Macek, der die Scheibe auf dem Bullypunkt der linken Seite perfekt traf und sie ins obere Eck des Krefelder Tors hämmerte.

Dylan Wruck baut seine Serie aus

Geduldiges, einfaches Hockey sollte auf Anweisung des Trainerstabes auch das Rezept für den Rest des Eishockeytages sein. Das lief vollkommen nach Plan, bis einer der beiden Schiedsrichter eine Scheibe im Roostersdrittel mit dem Schlittschuh unglücklich abfälschte, Beechey einen schnellen Alleingang ermöglichte, der zum 2:3 traf (51.). Die Sauerländer wussten jedoch nur 36 Sekunden gegen Krefelds zweiten Torhüter die schnelle Antwort zu geben, trafen durch Dylan Wruck, der im dritten Spiel hintereinander einen Treffer verbuchte, zum 4:2 und stellten den alten Abstand wieder her. Das reichte am Ende für einen klaren, verdienten Auswärtssieg.

Pinguine: Duba (ab 49:08 Klein)– Weihager, Sonnenburg; Fischer, St-Pierre; Mebus, Supis; Meisinger – Driendl, Vasiljevs, Sofron; Pietta, Müller, Schymainski; Perrault, Hauner, Beechey; Long, Mieszkowski, Courchaine

Roosters: Lange – Sullivan, Liwing; Button, Lavallée; Jares, Teubert; Orendorz – Raedeke, Friedrich, Macek; York, Wruck, Petersen; Bassen, Connolly, Blank; Foster, Dupont, Kahle

Schiedsrichter: Aumüller (Waldkraiburg), Vogl (München)

Tore: 0:1 (07:27) Friedrich (Raedeke, Liwing), 0:2 (11:53) Blank (Macek, Dupont/5:4), 1:2 (15:27) Courchaine (Long, Weihager), 1:3 (37:20) Macek (Raedeke, Sullivan/5:4), 2:3 (50:46) Beechey (Weihager), 2:4 (51:22) Wruck (Petersen, York)

Strafminuten: Pinguine 8 ; Roosters 2

Zuschauer: 6032

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare