Roosters geben richtige Antwort

Raedekes Siegtor fällt in der Verlängerung

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Die Roosters siegten in Wolfsburg 3:2.

Wolfsburg - Das war die erhoffte Reaktion auf das freitägliche 2:3 gegen Schlusslicht Straubing Tigers: In Wolfsburg beim direkten Konkurrenten erarbeiten sich die Iserlohn Roosters am Sonntag mit einem 3:2 (1:1, 0:0, 1:1, 1:0) nach Verlängerung zwei wichtige Punkte im Kampf um die Playoffs.

Von Mirko Heintz

„Wenn man müde ist, muss man einfach spielen“, sagte Cheftrainer Jari Pasanen vor dem Match und bekam, was er wollte. Beide Teams verzichteten zu Beginn auf anspruchsvolles Kombinationsspiel, verließen sich eher auf harte Schüsse von der blauen Linie und viel Verkehr vor dem gegnerischen Tor. Damit verbuchten die Roosters auch den Führungstreffer (12.). Sullivan war der, der die Scheibe von der blauen Linie losschickte, abgefälscht landete sie im Wolfsburger Tor. War die Partie bis dato ausgeglichen, erarbeiteten sich die Gäste jetzt erste Vorteile, überstanden eine erste Unterzahl und kassierten doch das 1:1. Teubert versuchte sich im eigenen Drittel zu befreien, der Puck aber wurde abgefangen und von Ex-Rooster Mulock an Daniar Dshunussow, der den verletzten Lange vertrat, ins Tor geschossen (17.). Ein unnötiger Ausgleich, der viel Unruhe in den Iserlohner Defensivbemühungen auslöste.

Zu Beginn des Mittelabschnitts hatten sich die Sauerländer wieder gefunden, standen solide im eigenen Drittel. Die Partie blieb ein stetes Auf und Ab, Angriff um Angriff wurde vom Gegner eliminiert. Allerdings waren die Blau-Weißen die druckvollere Mannschaft, hatten die besseren Chancen und die größeren Spielanteile im Drittel des Gegners. Die beste Chance hatte der starke Boris Blank mit seinem Schuss ans Wolfsburger Gehäuse (33.). Auch in einem Überzahlspiel setzten die Sauerländer den Gegner gut unter Druck, brachten die Scheibe aber nicht über die Linie. Der Schlussabschnitt begann aus Gästesicht ärgerlich: York saß eine Strafe wegen Spielverzögerung für seinen Keeper Dshunussow ab, in Überzahl traf Furchner zum 2:1 (42.).

Überzahl in der Overtime

Aber die Roosters schlugen zurück: York mit dem Scheibenklau und einem tollen Pass auf Petersen, der von halbrechts Brückmanns Angebot zum Schuss unter die Latte dankend zum 2:2 nutzte (47.). Lange ging es dann wie schon im Mitteldrittel hin und her, bevor Polaczek einen Check gegen den Kopf von Dshunussow fuhr und dafür mit einer Spieldauer bestraft wurde. Die Roosters, jetzt in Überzahl, versuchten in der regulären Spielzeit die Partie für sich zu entscheiden, das aber gelang nicht. Es ging in die Verlängerung, die der IEC noch immer mit einem Mann mehr bestreiten konnte. 2:25 Minuten waren gespielt, als Raedeke von Sullivan nahe der eigenen Grundlinie die Scheibe zugespielt bekam, die Lücke über der Schulter Brückmanns erkannte und zum 3:2-Siegtor traf.

Grizzly Adams: Brückmann – Likens, Krupp; Schaus, Hambly; Bina, Lindlbauer – Haskins, Milley, Dzieduszycki; Rosa, Mulock, Furchner; Fauser, Höhenleitner, Polaczek; Stas, Neuert, Keller

Roosters:  Dshunussow – Orendorz, Teubert; Sullivan, Liwing; Jares, Lavallée – Raedeke, Friedrich, Macek; York, Wruck, Petersen; Foster, Connolly, Kahle; Bassen, Button, Blank

Schiedsrichter: Bauer (Nürnberg), Iwert (Harsefeld)

Tore:  0:1 (11:28) Sullivan (Liwing, Bassen), 1:1 (16:30) Mulock (Likens, Furchner), 2:1 (41:58) Furchner (Milley, Haskins/5:4), 2:2 (46:20) Petersen (York, Wruck), 2:3 (62:25) Raedeke (Sullivan, Macek/4:3)

Strafminuten: Grizzly Adams: 9 + Spieldauer (Polaczek); Roosters 8

Zuschauer: 1688

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