Eine solide Leistung und Geduld reichen

Späte Roosters-Tore gegens Schlusslicht

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Gegen Krefeld gewannen die Roosters klar 3:0.

Iserlohn – Manchmal reicht auch eine durchschnittliche Leistung zum Erfolg. Gegen den Tabellenletzten aus Krefeld tat sich das Team vom Seilersee lange schwer, blieb aber geduldig und gewann nach einem sehr soliden Schlussdrittel mit 3:0 (0:0, 0:0, 3:0).

Von der Leistung des vergangenen Sonntags im Spitzenspiel waren die Roosters in Drittel eins deutlich entfernt. Das Pasanen-Team mühte sich Tempo in eine weitgehend körperlose Partie zu bringen, war die bessere, aber auch die etwas unkonzentrierter wirkende Mannschaft. Auf der anderen Seite konnte man den Krefeldern das Bemühen nicht absprechen, Akzente setzen zu wollen, gefährliche Torchancen allerdings blieben Mangelware.

Nur in der dritten Minute nach Hagos Schuss entschieden die Unparteiischen auf Videobeweis, mussten allerdings feststellen, dass die Scheibe die Torlinie nicht überquert hatte. Anschließend sahen die 4400 Fans die beste Phase ihres Teams im Auftaktabschnitt. Friedrich, Blank und Macek erarbeiteten sich im Minutentakt gute Gelegenheiten, scheiterten aber im Spiel 5:5 und Powerplay am stark haltenden Thomas Duba. Der sollte später zum Pechvogel werden.

Sekunden nachdem Périard wegen Behinderung die einzige Strafe gegen die Iserlohner genommen hatte, starteten Macek und Jaspers einen Konter. Weil der Ex-Nürnberger kurz vor dem Krefelder Keeper gefoult wurde, knallte er mit voller Wucht vor den Kasten der Pinguine und gegen Duba. Dabei verletzte sich der Torhüter, musste gegen Klein ausgetauscht werden. Sofort entschieden die Unparteiischen auf Penalty und Videobeweis – mit doppelt schlechtem Ausgang für den IEC. Weder der Treffer zählte, noch brachte der Gefoulte anschließend den Puck über die Linie.

Noch weniger als das erste Drittel hatte das zweite zu bieten. Auch hier waren die Sauerländer das bemühtere, das offensiv bessere Team, stellten dem Gegner aber zu wenig Herausforderungen. Wenn man mit Schüssen gefährlich war, sich gute Kombinationen herausgearbeitet hatte, blieben die Waldstädter im Abschluss zu harmlos. Das galt für Blank und Friedrich oder für Raymond von der blauen Linie.

Spannende Schlussphase

Erst in den letzten fünf Minuten nahm die Partie fahrt auf, sorgte ein Foul an Macek für Powerplay, 13 Sekunden sogar für eine Iserlohner 5:3-Situation. Allein der Führungstreffer wollte nicht fallen, der diesem Spiel so gut getan hätte. Bemerkenswert übrigens die Fans in der restlos ausverkauften Eissporthalle am Seilersee, die ihr Team immer wieder nach vorn trieben und eine prächtige Stimmung erzeugten.

Das galt auch für die letzten 20 Minuten und wurde 90 Sekunden nach Wiederbeginn mit dem 1:0 belohnt. Nun erzwangen die Roosters eine Chance vor dem gegnerischen Tor, beschäftigten die Verteidiger, erzwangen eine Reaktion von Klein und hatten ein leeres Tor. Jaspers ließ sich diese Chance nicht entgehen (42.). Echte Sicherheit gab dieser Treffer dennoch nicht, immer wieder schafften es die Pinguine, sich in der Defensivzone der Gastgeber festzusetzen, der IEC aber schaffte es nichts Hundertprozentiges zuzulassen. Das galt auch nach einer Sylvester-Strafe, die das Penaltykilling der Blau-Weißen souverän überstand.

Dupont trifft ins leere Tor

Vier Minuten noch: Dupont prüfte Klein, scheiterte mit einem guten Schuss am Krefelder Goalie, die Roosters aber holten sich die Scheibe zurück und trafen durch Connolly zum 2:0 – die Entscheidung. Zwar nahmen die Pinguine anschließend den Torhüter vom Eis, brachten den sechsten Feldspieler, Dupont aber setzte sich 57 Sekunden vor Ende durch, fand die Lücke und traf ins leere Tor. Damit gewannen die Roosters drei weitere wichtige Heimpunkte.

Roosters: Pickard – Button, Raymond; Orendorz, Périard; Côté, Teubert – York, Friedrich, Blank; Jaspers, Caporusso, Macek; Bassen, Ross, Dupont; Sylvester, Connolly, Lavallée
Pinguine: Duba (ab 17:35 Klein) – Fischer, Valentine; St-Pierre, Mebus; Hanusch, Supis – Pietta, Vasiljevs, Collins; Drindl, Eriksson, Schymainski; Koziol, Kretschmann, Hauner; Hagos, Weihager, Sofron
Schiedsrichter: Iwert (Harsefeld), Krawinkel (Kaarst)
Tore: 1:0 (41:30) Jaspers (Périard, Caporusso), 2:0 (56:55) Connolly (Dupont, Raymond), 3:0 (59:03) Dupont (Empty Net)
Strafminuten: Roosters: 4; Pinguine: 6
Zuschauer: 4967

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