Aufwärtstrend weckt neue Zuversicht am Seilersee

Zweiter Sieg in Serie – da war die Stimmung am Montagabend am Seilersee natürlich prächtig. - Fotos: Jentzsch

ISERLOHN -  Zwei Siege in Folge: Auf sechs Punkte an nur einem Wochenende warten die Iserlohn Roosters zwar noch immer in dieser Saison, fünf aber sind die beste Ausbeute dieser Spielzeit. Eingefahren zwischen Samstag und Montag bescherten die Siege in Mannheim und daheim gegen die Straubing Tigers den Roosters und ihren Fans insbesondere eines: eine schöne Silvesternacht.

Die konnten alle entspannt genießen und damit die Hoffnung verbinden, dass das Jahr 2014 erfolgreicher sein würde als die vergangenen zwölf Monate. „Ich würde mir wünschen, dass wir insbesondere im März deutlich länger Eishockey spielen als wir es jetzt vermuten dürfen und damit ein besonderes Jubiläumsjahr beginnen“, sagt der Fanbeauftragte der Sauerländer Matthias Schlüter. Er stünde nicht allein.

Derzeit lässt sich zumindest ein Aufwärtstrend nicht abstreiten. In vier ihrer letzten fünf Partien haben die Sauerländer gepunktet, nur in Hamburg wirklich schlecht ausgesehen. „Der Aufwärtstrend mit guten Spielen ist unverkennbar, die Leistung der Jungs auch, so müssen wir weiter machen“, sagt Co-Trainer Collin Danielsmeier, der eigentlich darauf gehofft hatte, vielleicht schon an diesem Wochenende den Anzug an der Bande gegen Eis und eine Spielerkluft zu tauschen. Das aber wird unmöglich sein. „Er wird sich gedulden müssen. Wir haben uns den Mittelfußbruch noch einmal sehr ausführlich angeschaut und auf den Bildern gesehen, dass der Knochenspalt schon ausgefüllt, aber noch bemerkbar ist. Deshalb genehmigen wir ihm zwar das Training aber noch keinen Einsatz unter Wettkampfbedingungen“, sagt Mannschaftsarzt Jochen Veit.

Eine mehr als enttäuschende Nachricht auch für Danielsmeier. Mindestens zwei weitere Wochenenden wird er sich gedulden müssen. „Natürlich ist das eine mehr als schlechte Nachricht. Ich hätte der Mannschaft gern möglichst schnell geholfen“, betont der Rekordspieler. Dass die Defensive trotz mehr Stabilität an den letzten Spieltagen einen Danielsmeier mehr als gut gebrauchen könnte, ist kein Geheimnis.

Giulianos Zukunft liegt in der Defensive

Verteidiger Thomas Gödtel sitzt bereits seit einigen Spieltagen konstant auf der Auswechselbank, bekommt keine Eiszeiten mehr, Dieter Orendorz geht sporadisch mit der vierten Reihe als defensiver Stürmer aufs Eis. Seitdem Giuliano in der Defensive agiert, hat sie an Sicherheit gewonnen. Zwar haben die Roosters bislang überhaupt noch nicht offiziell über Verträge und die nächste Saison gesprochen, man darf allerdings sicher sein, dass wenn Giuliano, dessen Vertrag ausläuft, am Seilersee bleibt, er nicht als Stürmer, sondern als Verteidiger zurückkehren wird. „Wir haben immer wieder mit ihm darüber gesprochen und sehen, dass er diese Aufgabe mit immer mehr Freunde erfüllt“, sagt Pasanen.

Stabilität gewinnt die Defensive auch durch die anhaltend guten Leistungen von Torhüter Mathias Lange. Der spielt nicht vollkommen fehlerfrei, sagt von sich selbst, dass er im ein oder anderen Moment noch mehr einbringen könnte, trotzdem trägt er zu jedem Sieg oder Punktgewinn bei. Noch hofft der Deutsch-Österreicher auf seine Nominierung für die Olympischen Spiele von Sotschi und trägt mit seinen Leistungen dazu bei, dass das Gelingen könnte. Stichtag ist der 7. Januar.

Mirko Heintz

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