Eishockey, DEL

Roosters: Camara macht alles klar

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Es war ein zähes Ringen gegen die Gäste aus Bremerhaven, doch am Ende behielten die Iserlohn Roosters am Donnerstagabend beim 4:2-Heimsieg doch die Punkte am Seilersee.

Iserlohn - Das beste Heimspiel der Sauerländer war es keinesfalls. Dennoch kämpften sich die Iserlohn Roosters verbissen in ein Match, das sie gegen die Fischtown Pinguins am Ende verdient 4:2 (1:1, 1:0, 2:1) für sich entschieden. 3626 Zuschauer peitschten ihr Team nach vorne, hatten ihren Anteil an drei weiteren verdient daheim eingefahrenen Punkten.

Die Gäste versuchten es zum Start aggressiv, machten Druck auf den Kasten von Sebastian Dahm. Doch die Sauerländer fanden schnell einen taktischen Weg, um ihr eigenes Spiel aufzubauen. Bremerhaven öffnete mit Vorliebe die Mitte der neutralen Zone, um dem Gegner Gelegenheit zu geben, die Scheibe schnell nach vorn zu bringen. Je länger das Drittel dauerte, umso besser gelang es. Nach acht Minuten traf Smotherman die Latte. 

Aus einem ungenauen Roosters-Zuspiel resultierte dann aber der Führungstreffer der Pinguins. Nach einer Befreiung holte sich Schwartz die Scheibe und hämmerte sie unter die Latte des Iserlohner Tores. Das Daum-Team ließ sich aber nicht beirren, arbeitete weiter, bis ein Friedrich-Konter mit einem Foul gestoppt wurde. Die Unparteiischen entschieden auf Penalty, den Friedrich mit unglaublicher Geduld selbst vollstreckte. 

Auch im Mittelabschnitt blieb das Niveau der Partie überschaubar. Dahm verhinderte nach einer guten Aktion von Neuzugang Zengerle einen Iserlohner Rückstand (23.) und zeigte auch in zwei weiteren Unterzahlsituationen seine Klasse. Bremerhaven war nun die bessere Mannschaft, verpasste es aber, das Tor zu machen. Die Unterzahlmomente waren es allerdings auch, die die Roosters zurück ins Match brachten. 

So entwickelten sich die Sauerländer in den zweiten zehn Minuten zur besseren Mannschaft, hatten Chancen und jubelten, als Bergmann einen schönen Pass auf Turnbull weiterleitete, der Pöpperle keine Chance ließ (34.). Camara hatte nach 40 Sekunden im Schlussdrittel per Alleingang die Chance, auf 3:1 zu erhöhen, scheiterte indes. Knapp zwei Minuten später aber war die Führung der Sauerländer ausgebaut (43.) – Yeo traf in doppelter Überzahl. 

Als Bremerhaven gerade wieder komplett war, musste Camara wegen hohen Stocks mit Verletzungsfolge gegen Quirk für vier Minuten auf die Strafbank. Davon brachten die Roosters 3:42 Minuten von der Uhr. Dann zappelte die Scheibe hinter Dahm im Netz. Aber gleich in der nächsten Überzahl des IEC stellte Camara den alten Vorsprung von zwei Treffern wieder her (51.). Das war’s – die Gäste hatten ihr Pulver verschossen, die Roosters den nächsten Heimsieg im Sack. 

Roosters: Dahm – Fischer, Martinovic; Schmidt, Ellerby; Todd, Yeo – Matsumoto, Friedrich, Florek; Weidner, Smotherman, Camara; Trupp, Turnbull, Bergmann; Clarke, Dmitriev, Shevyrin
Pinguins: Pöpperle – Moore, Fortunus; Jensen, Lavallée; Weber, Gedig – Friesen, Urbas, Verlic; McMillan, Hoeffel, Feser; Quirk, Hooton, Zengerle; Schwartz, Rumble, Körner
Schiedsrichter: Howard/Iwert
Tore: 0:1 (11:39) Schwartz (Hoeffel/4:5), 1:1 (15:11) Friedrich (PS), 2:1 (33:02) Turnbull (Bergmann, Schmidt), 3:1 (42:41) Yeo (Todd, Trupp/5:3), 3:2 (47:19) Zengerle (Rumble, Urbas/5:4), 4:2 (50:21) Camara (Matsumoto, Martinovic)
Strafminuten: Roosters 12 – Pinguins 10
Zuschauer: 3626

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