Eishockey, DEL

Letztes Heimspiel in diesem Jahr

+
Im letzten Heimspiel des Jahres ist Augsburg am Seilersee zu Gast.

Iserlohn - Als die Fans der Iserlohn Roosters am Mittwochabend die Heimreise aus der Kölnarena antraten, dürfte die Gemütslage höchst unterschiedlich gewesen sein. Die einen dürfte das letzte Drittel, in dem die Roosters hervorragendes Eishockey gezeigt hatten, mehr als zufrieden gestellt haben.

Andere hätten den Abend vielleicht lieber auf der heimischen Couch verbracht. Inhaltlich aber war das Spiel jedenfalls alles andere als eine Nullnummer. „Wir haben alles gegeben, insbesondere im dritten Spielabschnitt haben wir ein gutes Spiel gemacht und hätten mit einem Pfostenschuss, einem Lattenkracher und Jones’ leerem Tor vor Augen auch die Wende schaffen können“, sagt Cheftrainer Jari Pasanen. 

Ärgerlich war der Finne dagegen über das Aufbauspiel seiner Mannschaft aus der eigenen Zone. „Dass wir es oft nicht geschafft haben, mit schnellen und klugen Aktionen aus der eigenen Zone herauszukommen, ist einer der maßgeblichen Punkte, die wir schnellstens verändern müssen. Das sorgt natürlich auch dafür, dass wir sehr lange in der eigenen Zone eingeschnürt sind, auch, wenn der Gegner gar keine gefährliche Chance kreiert“, so der Coach. Seit der grundsätzlichen taktischen Neuausrichtung vor zweieinhalb Jahren, ist altbekannt, dass die Roosters spielstarken Gegnern gern den Scheibenbesitz anbieten, so lange sie in der eigenen Zone die Kontrolle über das Spielgeschehen haben. Das war nun nicht immer der Fall. 

Kritik übte Pasanen auch an den Überzahlmomenten der eigenen Mannschaft: „Wir müssen einfach schneller spielen, uns mehr zutrauen!“ Fakt ist, dass derzeit Spieler mit der Energie eines Marko Friedrich (Grippe) und Greg Rallo (Oberkörper), der insbesondere mit Blaine Down in Überzahl hervorragend agierte, den Blau-Weißen in bestimmten Momenten fehlen. Beide aber könnten mit ein bisschen Glück heute Abend im letzten Heimspiel des Jahres gegen die Augsburger Panther (19:30 Uhr/Eissporthalle am Seilersee) in den Kader des Clubs zurückkehren. „Wir werden das nach dem heutigen Vormittagstraining entscheiden, sollten beide Spielen, darf man allerdings nicht zu viel von ihnen erwarten. Greg hat drei Wochen nicht trainiert, Marko fünf Tage am Stück im Bett gelegen“, sagt Pasanen. 

Brad Ross wird dagegen weiterhin fehlen. Seine Handverletzung scheint komplizierter zu sein als bislang vermutet. Offen ist, ob Michel Périard auflaufen kann, der nach einem unfairen Check nicht nur eine Gehirnerschütterung davon getragen hat, sondern dessen Nackenmuskulatur komplett dicht gemacht hat. Erst nach dem Augsburg-Match wird Pasanen entscheiden, wie der Trainingsbetrieb über den Jahreswechsel weitergeht. Grund dafür sind einige erkältete Spieler. Deshalb ist offen, ob an Silvester trainiert wird, Neujahr ist frei, bevor die Roosters sich aufs erste Match im Jahr 2017 am Dienstag gegen Straubing vorbereiten. 

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare