Eishockey, DEL

Sechs-Punkte-Spiel für die Roosters

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Bittet die Fans trotz aller schlechten Leistungen der vergangenen Wochen um Unterstützung: Jari Pasanen.

Iserlohn - Straubing, München, Düsseldorf. Der Stress geht weiter. Sechs Tage, drei Spiele. Über die Bedeutung muss niemand reden. Mit Ausnahme der Partie beim EHC Red Bull in der bayrischen Landeshauptstadt warten zwei Sechs-Punkte-Spiele auf die Iserlohn Roosters.

Schon am Dienstag gibt’s das erste davon: Am Seilersee empfangen die Sauerländer die zwei Punkte vor ihnen stehenden Niederbayern aus Straubing (erstes Bully: 19.30 Uhr). Weil jeder um die Bedeutung weiß, spielt das Thema Fanbeteiligung eine besondere Rolle. Trainer Jari Pasanen macht deutlich: Die Fans werden gebraucht. „Ich kann mich in diesem Punkt nur wiederholen. Ich habe vollkommenes Verständnis für den Unmut der Fans nach dem Augsburg-Spiel. Sie haben alles gegeben, ich hatte manchmal sogar das Gefühl, wir wären schon in den Playoffs. Leider haben wir ihnen nicht mit einem Sieg danken können, und das ist die Währung, die wir als Mannschaft haben!“ 

Dieser Meinung schließt sich auch Torhüter Mathias Lange an: „Unsere Fans haben uns bis heute immer treu unterstützt, wir alle würden uns wünschen, mehr zurückgeben zu können, insofern haben sie jedes Recht, uns ihre Meinung zu sagen. Trotzdem hoffen wir, dass sie uns im schweren Spiel gegen Straubing unterstützen.“ Selbstvertrauen ist dabei eine wichtige Sache. „Wir müssen schauen, dass wir gut ins Spiel kommen, solide defensiv spielen und von diesem Moment an sehen, dass man solide Minuten aufs Eis bekommt“, sagt Lange weiter. 

Während dieser Tage die meisten beim Thema Roosters auf die mangelnde Gefahr vor dem gegnerischen Tor schauen, setzt Pasanen die Prioritäten ein klein wenig anders. Im Mittelpunkt seines Interesses steht die Defensivleistung. „Je weniger Tore wir kassieren, umso weniger Treffer müssen wir schießen, um erfolgreich zu sein.“ Veränderung erhoffen sich die Teamverantwortlichen, dabei können sie die Einstellung der Mannschaft nicht kritisieren. „Es ist nicht so, dass wir im Moment deutlich werden müssten. Die Mannschaft gibt alles, auch wenn der Erfolg noch nicht der ist, den wir uns wünschen. Aber die Jungs bemühen sich.“ 

Problematisch ist und bleibt das Überzahlspiel. Vor allem deshalb, weil sich keiner der Aufgabe annehmen will, dem gegnerischen Goalie die Sicht zu nehmen. Personell bleibt die Situation angespannt. Greg Rallo und Marko Friedrich sollten wieder ein Stückchen mehr Aufbauarbeit geleistet haben, insbesondere Rallo aber dürfte von seiner Topform noch immer weit entfernt sein. 

Zudem hat sich Dave Dziurzinsky nach dem freien Neujahrtag krank gemeldet, ob er gegen Straubing einsetzbar ist, blieb am Montag offen. Michel Périard und Brad Ross werden definitiv nicht dabei sein. Verteidiger Périard quälen anhaltende Kopfschmerzen. Brad Ross dagegen hat noch immer Probleme mit der Hand. Offenbar muss er operiert werden, wann, das ist offen. 

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