Eishockey: DEL

Kantersieg gegen den Meister

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Unglaublich, aber wahr: Die Iserlohn Roosters fertigten den Deutschen Meister aus München gestern gleich mit 8:3 ab, rehabilitierten sich damit eindrucksvoll für die überflüssige Niederlage vom Freitag in Krefeld.

Iserlohn - Knapp 4000 Zuschauer in der Eissporthalle am Seilersee waren am Sonntagnachmittag aus dem Häuschen.

Nach einer herausragenden Leistung fertigten die Roosters den Deutschen Meister Red Bull München gleich mit 8:3 ab, es war zugleich die erste Niederlage für die Gäste. Es brauchte knapp neun Minuten, bis die Sauerländer in der Partie angekommen waren. Bis dahin hatte München deutlich mehr Spielanteile, ließ die Blau-Weißen kaum sauber aus dem eigenen Drittel ihr Spiel aufbauen und führte durch den Treffer des Ex-NHLlers Matt Stajan verdient mit 1:0. 

Dann die 9. Spielminute: Iserlohn beschäftigte den EHC in der rechten Ecke des eigenen Defensiv-Drittels, als Trupp die Scheibe am Schläger hatte, den Pass vor das Tor spielte, wo Orendorz völlig frei zum Ausgleich traf. Der Ausgleich gab den Roosters Selbstvertrauen, offensiv weiter mit Tempo zu agieren und half dabei, hinten besser zu stehen. So legten die Gastgeber den Grundstein für eine 3:1-Führung nach 20 Minuten, denn Camara und Matsumoto, der ausgerechnet gegen seine ehemaligen Teamkollegen zum ersten Mal in dieser Saison traf, verbuchten nach Konterchancen die Treffer zwei und drei. 

Offen verlief zunächst der Mittelabschnitt, ärgerlich dann die Entstehung des Münchner Anschlusstores: Yeo saß auf der Strafbank, seine Mitspieler fighteten, kassierten aber Sekundenbruchteile nach seiner Rückkehr durch Joslin das 3:2 (31.). Aber die Hausherren zeigten sich wenig beeindruckt und hätten durch Trupp (35.) und Friedrich (36.) wieder auf 4:2 davonziehen können. Das aber gelang noch 110 Sekunden vor Ende im Powerplay. 

Da bekam Yeo die Scheibe, schlenzte sie an Reich vorbei ins Tor der Gäste – 4:2. In Überzahl ging es für die Sauerländer in die letzten 20 Minuten. Die Chance, mit einem Mann mehr im Powerplay vielleicht das Match vorzuentscheiden, ließen die Roosters allerdings verstreichen. Sie wollten nicht zu viel riskieren, nicht in einen Münchener Konter laufen. Stattdessen arbeitete das Daum-Team konsequent weiter und bekam die nächste Möglichkeit. Ein „Steal“ von Matsumoto, Alleingang, Tor – 5:2 (44.). Die Gäste waren konsterniert, kassierten noch drei weitere Treffer, ehe Wolf noch einmal „Kosmetik“ zum 8:3-Endstand betrieb. 

Roosters: Dahm – Fischer, Martinovic; Todd, Yeo; Schmidt, Ellerby; Orendorz – Matsumoto, Friedrich, Florek; Weidner, Smotherman, Camara; Trupp, Dmitriev, Bergmann; Clarke, Shevyrin, Lautenschlager 

Red Bull: Reich (ab 53:30 aus den Birken) – Bodnarchuk, Abeltshauser; Seidenberg, Joslin; Boyle, Aulie; Button – Mitchell, Shugg, Parkes; Stajan, Jaffray, Wolf; Voakes, Hager, Christensen; Eder, Mauer, Kastner 

Schiedsrichter: Howard, Melia 

Tore: 0:1 (05:10) Stajan (Wolf, Jaffray), 1:1 (08:54) Orendorz (Trupp), 2:1 (18:48) Camara (Orendorz), 3:1 (19:50) Matsumoto (Schmidt), 3:2 (30:38) Joslin (Shugg, Mitchell), 4:2 (38:10) Yeo (Trupp, Bergmann/5:4), 5:2 (43:15) Matsumoto, 6:2 (48:11) Ellerby (Matsumoto, Florek), 7:2 (51:50) Clarke (Camara), 8:2 (53:30) Martinovic (Clarke), 8:3 (59:31) Wolf 

Strafminuten: Roosters: 10; Red Bull: 18 

Zuschauer: 3882

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