Ausverkaufte Halle am Seilersee

Steiniger Weg zum Sieg im Westderby

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Sieg im Westderby gegen Düsseldorf: Iserlohns Mike York (links).

Iserlohn - Zweiter Heimsieg, erster Westderby-Erfolg, siebter Sieg gegen die DEG in Serie. Dieser Hockeyabend hatte alles, was sich Fans nur wünschen können – inklusive Happy End. Doch der Weg zum 6:5 (3:0, 1:1, 2:4)-Erfolg der Iserlohn Roosters gegen die Düsseldorfer EG war steiniger als gedacht.

Fast hätte man zum Ende des ersten Abschnitts Mitleid haben können mit der DEG. Taktisch hatte die Kreutzer-Mannschaft nahezu alles falsch gemacht, was man falsch machen konnte. Im Spiel 5:5 zu Beginn die bessere Mannschaft, hätte man mit gleichem Konzept die Roosters mehr als nur ärgern können. Statt konsequent diesen Weg fortzusetzen, inszenierte der Gast ein anderes Spiel.

Es konzentrierte sich darauf, die Leistungsträger der Sauerländer zu provozieren. Am Ende landete man dafür aber selbst immer wieder auf der Strafbank und kassierte in 3:5-Unterzahl das 0:1 (17., Connolly). Bis dahin war es immer wieder der 22 Jahre alte DEG-Keeper Niederberger gewesen, der sein Team bei 22:8-IEC-Schüssen im ersten Abschnitt überhaupt im Match gehalten hatte. Das erste Tor aber ließ alle Dämme brechen. 151 Sekunden nach dem Führungstreffer traf Lavallée mit einem satten Schlagschuss unter die Latte zum 2:0 (20.). Weitere 21 Sekunden legte Raymond erneut per Schlagschuss das 3:0 nach – Roosters-Jubel pur.

Nach nur 144 Sekunden, Milley saß wegen eines unnötigen Stockschlags für die Düsseldorfer auf der Strafbank, im Mitteldrittel legte Wruck zum 4:0 nach (23.). Anschließend gingen die Düsseldorfer offensiver zu Werke, und tatsächlich verkürzte Ebner zum 1:4 (40.).

Zwei Comebacks der DEG in einem Drittel 

Raymond und Friedrich hatten in den ersten drei Minuten des Schlussabschnitts Chancen zum 5:1, dann aber landete Conboys Hammer von der blauen Linie abgefälscht von Dmitriev im Iserlohner Tor (44., 4:2). Dass auf Gegentor Nummer zwei auch DEG-Treffer Nummer drei fiel, war einer 3:2-Kontersituation und Davis’ haltbarem Schuss zu verdanken. Damit war die komfortable Führung dahin. Doch die Roosters fanden ihre Antwort: Colten Teubert schlug zum 5:3 zurück (49.). Petersens 6:3, 7:16 Minuten vor dem Ende, schien dann die Entscheidung zu sein, war es aber nicht.

Olimb und Collins sorgten binnen 58 Sekunden erneut mit zwei schnellen und vermeidbaren Gegentreffern für das nächste Comeback der DEG, zu mehr reichte es für den Gast vom Rhein aber nicht mehr.

Roosters:  Lange – Teubert, Button; Périard, Raymond; Côté, Lavallée; Shevyrin – Jaspers, Caporusso, Macek; York, Wruck, Petersen; Bassen, Connolly, Blank; Sylvester, Ross, Friedrich
DEG:  Niederberger – Daschner, Ebner; Conboy, Davis; Rönnberg, Schüle; Mapes – Olimb, Dmitriev, Lewandowski; Collins, Minard, Kreutzer; Turnbull, Milley, Strodel; Mondt, Brandt, Kammerer
Schiedsrichter:  Haupt (Kempten); Piechaczek (Landsberg) Tore: 1:0 (16:39) Connolly (Jaspers, Macek/5:3), 2:0 (19:10) Lavallée (Petersen, York), 3:0 (19:31) Raymond (Jaspers), 4:0 (22:24) Wruck (Petersen, York/5:4), 4:1 (39:13) Ebner (Kreutzer, Milley), 4:2 (43:36) Dmitriev (Conboy, Davis), 4:3 (44:12) Davis (Kreutzer, Conboy), 5:3 (48:27) Teubert (Macek, Caporusso), 6:3 (52:13) Petersen (Wruck), 6:4 (57:16) Olimb (Daschner, Lewandowski), 6:5 (58:22) Collins (Lewandowski, Daschner)
Strafminuten: Roosters 10; DEG 20 + 10 (Daschner)
Zuschauer:  4967 (ausverkauft)

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