Eishockey, DEL

Stimmungsboykott und Torlaune

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Die Roosters um Lean Bergmann (Mitte) feierten gegen Nürnberg einen Kantersieg.

Iserlohn – Vier Tage nach der 2:5-Niederlage im Nachholspiel bei den Nürnberg Ice Tigers revanchierten sich die Iserlohn Roosters in eigener Halle mit einem 8:2-Kantersieg und das, obwohl die Unterstützung seit Wochen durch einen Teil der Fans in Form eines Stimmungsboykotts auch diesmal ausblieb.

Auch ohne die entsprechende Atmosphäre war auf dem Eis im ersten Durchgang einiges los. Gleich in der ersten Minute sorgte ein Videobeweis für Aufregung – das vermeintliche Nürnberger Tor wurde danach nicht gegeben. Auf der anderen Seite traf Matsumoto nur zwei Minuten später den Außenpfosten. Der nächste Angriff war erfolgreicher. Florek schob den Puck aus spitzem Winkel ins Tor (5., 1:0). 

Durchdachte Spielkombinationen waren zwar Mangelware – schön herausgespielt war allerdings der Ausgleich der Gäste durch Pföderl (14.). Anders die Sauerländer, die zweimal in doppelter Überzahl agierten, aber viel zu umständlich spielten. So war es eine Einzelaktion von Bergmann, die durch Turnbull die erneute Führung brachte (17.). Zu Beginn des Mittelabschnitts starteten die Roosters strukturierter im Spielaufbau, das sollte sich sofort bezahlt machen. Die Gastgeber schalteten schnell um und überraschten die Nürnberger mit einem Konter, den Friedrich zum 3:1 abschloss (23.). Camara erhöhte auf 4:1 (26.). Das Problem blieb aber das Unterzahlspiel der Sauerländer, das den Nürnbergern vor dem eigenen Tor immer wieder zu viele Freiräume gab. So fiel der zweite Treffer der Gäste ähnlich wie der erste. Pass von Buck zwischen die Bullypunkte, und Bast war es diesmal, der den Puck unhaltbar zum 4:2 abfälschte (35.). 

Im letzten Drittel behielten die Roosters die Partie im Griff, auch, weil die Ice Tigers weiterhin zu undiszipliniert agierten. Zwar blieb auch die dritte doppelte Überzahl von den Sauerländern ungenutzt, doch bei Fünf gegen Vier gelang Bergmann die Vorentscheidung (48.). Im Anschluss brach Nürnberg ein. Iserlohn präsentierte sich in Torlaune und schraubte das Endergebnis durch Friedrich in Unterzahl (50.), Matsumoto (53.) und Turnbull (60.) auf 8:2.

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