Eishockey: DEL

Roosters gehen personell am Stock

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Die Qual der Wahl hat Roosters-Coach Jamie Bartman auch am Sonntag gegen die Krefelder nicht.

Iserlohn - Vom erhofft entspannten Gefühl zwischen Weihnachten und dem Neuen Jahr ist man als Fan der Iserlohn Roosters dieser Tage weit entfernt.

Die Serie der eigenen Mannschaft lässt weiter auf sich warten. Es will dem Team vom Seilersee einfach nicht gelingen, konstant gute Partien aufs Eis zu bringen, die auch so viel Selbstbewußtsein auslösen könnten, um den viel beschworenen Lauf zu starten. „Wir haben in Düsseldorf insgesamt gut gespielt, uns einmal mehr nicht belohnt – aus den bekannten Gründen“, sagt Verteidiger Dieter Orendorz. Strafen und anhaltend unerklärliche individuelle Fehler sind die Gründe. Altbekannt, oft diskutiert. 

Schwierig wird es allerdings deshalb, weil immer weniger Spiele für Serien zur Verfügung stehen. Mindestens sechs Zähler haben die Sauerländer Rückstand auf die Krefeld Pinguine. 20 Zähler sind es auf Rang sechs, bei 20 noch ausstehenden Partien. Und zumindest Wolfsburg und Nürnberg überraschen mit zumeist immer besseren Leistungen. Alle Teams, gerade die unten im Tabellenkeller, kämpfen mit gravierenden Personalproblemen, die Konkurrenz aber konnte nachlegen, was den Roosters kaum gelungen ist, auch weil man zu oft mit drei Reihen plus X aufs Eis gehen muss. 

Und das wird sich auch gegen die Krefeld Pinguine am Sonntag (19 Uhr/Eissporthalle am Seilersee) nicht ändern. Verletzt werden Martinovic, Schmidt und Clarke fehlen. Louie Caporusso war am Freitag beim MRT, eine Diagnose gab es noch nicht. Es sollte allerdings einem kleinen Wunder gleichkommen, sollte er tatsächlich gegen den Westrivalen vom Niederrhein zum Einsatz kommen können. Außerdem hat sich Christopher Fischer selbst aus dem Line-Up genommen. Er hatte schon während des DEG-Matches Diskussionen mit den Unparteiischen, kassierte nach Ende der Partie eine Spieldauerdisziplinarstrafe wegen Beleidigung von Offiziellen. 

Es war seine dritte große Strafe, die automatisch zu einer Sperre von einer Partie führt. Damit stehen nur noch 17 Feldspieler zur Verfügung, darunter sechs Verteidiger, zumindest, wenn man Tom-Eric Bappert mitzählt. Damit ist es nochmal dünner geworden. Lean Bergmann, der ebenfalls in Düsseldorf eine große Strafe kassierte, ist dagegen dabei. „Ich habe noch eine Strafe frei, sollte sie aber zum Wohl der Mannschaft nicht ziehen“, grinst der Youngster. Er hat es wohl verstanden. 

In welcher Aufstellung die Roosters im Detail ins Match gehen, lässt Jamie Bartman offen, wird das erst nach dem Training am Samstag im Detail eine Entscheiden treffen. Tickets sind übrigens knapp. Gestern standen nur noch 350 Stehplatzkarten zur Verfügung. Und nach dem Match wird dann Silvester gefeiert, sparsam und ohne große Partys. Und dennoch werden die Sauerländer hoffen, dass das Jahr 2019 Positiveres zu bieten hat als die vergangenen zwölf Monate...

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