Eishockey, DEL

1:6-Debakel gegen Augsburg: Roosters außer Rand und Band

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Das Bild täuscht: Meist waren es am Samstag die Augsburger, die am Seilersee die guten Chancen hatten.

Iserlohn - Die Roosters enttäuschten nur 46 Stunden nach der 0:1-Heimpleite gegen die DEG erneut ihren Anhang gegen Augsburg. Für die blutleere Vorstellung bei der 1:6-Klatsche erntete das Team von Trainer Jason O'Leary zwischenzeitlich ein lautes Pfeifkonzert und am Ende hämische „Oh, wie ist das schön“-Gesänge.

Wie bereits gegen Düsseldorf prägten Unsicherheiten und Fehler die Anfangsphase der Sauerländer. Völlig ohne Not leistete sich Mike Halmo einen Bock im Drittel der Gäste und schickte mit seinem Fehlpass Kosmachuk auf die Reise. Der Augsburger traf mit der Rückhand unter Bedrängnis aber nur den Pfosten. 

Den nächsten Patzer machte die Iserlohner Defensive, die zuerst dem Puck nicht energisch genug nachging und im Anschluss Marco Sternheimer im Slot völlig freistehen ließ. Die Chance ließ sich der Stürmer nicht nehmen und vollendete nach nicht mal drei Minuten zur Führung. Augsburg blieb spielbestimmend, ließ Puck und Gegner laufen, und die Roosters auch in den Zweikämpfen alt aussehen. Hafenrichter vernaschte Orendorz, scheiterte im Anschluss aber an Peters im Tor der Iserlohner (6.). 

Erst Mitte des Drittels hatten auch die Hausherren ihre erste Möglichkeit. Sutters Schuss konnte Roy allerdings abwehren (10.). Auch in Überzahl erwiesen sich die Panther aber wesentlich effizienter. Kosmachuk nutzte seinen Freiraum zum 2:0 aus (13.). Zwar verfehlte Dmitriev bei seinem Lauf auf Roy den Anschluss, aber als die Sauerländer auch in Überzahl von einem Fehlpass zum anderen eilten, wurde das Team mit lauten Pfiffen in die Pause verabschiedet. 

Im Mittelabschnitt sorgten die Panther schnell für klare Verhältnisse. Kosmachuk mit einem Doppelpack sorgte innerhalb von drei Minuten für die Vorentscheidung. Daran konnte auch der Treffer von Clarke nichts mehr ändern (26.). Die Iserlohner waren in allen Belangen unterlegen und nur ein Spielball für Augsburg, die ohne Mühe und ohne große Gegenwehr schalten und walten konnten, wie sie wollten. 

Die Folge: Stieler und Trevelyan erhöhten zur Mitte der Partie auf 6:1 (27., 29.). Die Hausherren ergaben sich ihrem Schicksal, und wenn die Panther ihre Möglichkeiten konsequent ausgenutzt hätten, wäre der Rückstand nach 40 Minuten noch deutlicher ausgefallen. 

Die Partie war bereits entschieden und dementsprechend überschaubar waren auch die Höhepunkte im Schlussdrittel. Augsburg kombinierte zwar weiter flüssig, im Abschluss agierten die Gäste aber nicht mehr so zielstrebig wie zuvor. Iserlohn versuchte zumindest einen weiteren Ehrentreffer zu erzielen, scheiterten dabei aber immer wieder an den eigenen Unzulänglichkeiten. So plätscherte die Partie dahin. An der Berechtigung des Sieges, auch in dieser Höhe, für die Panther, gab es aber aufgrund der ersten 40 Minuten keine Zweifel.

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