Eishockey, DEL

Erst Westderby, dann gegen den Meister

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In Erwartung eines Wochenendes, das es für die Roosters in sich hat: Lean Bergmann.

Iserlohn - Wenn einer seit seiner Rückkehr an den Seilersee ein Pechvogel ist, dann ist es Louie Caporusso. Schon im letzten Jahr zog sich der Kanadier nach seiner Schweden-Rückkehr zwei schwere Verletzungen zu, die ihn Monate seiner Saison kosteten, jetzt folgte die dritte in weniger als einem Jahr.

Schon im Auftaktspiel gegen Wolfsburg bekam er einen Schuss gegen die Hand, mittlerweile ist er operiert worden. „Alles ist gut verlaufen, er wird uns aber bis zu vier Wochen fehlen“, sagt Manager Karsten Mende. Ein erster herber Verlust, wenn auch zeitlich überschaubar. 

„Louie ist ein Spieler, der besonders sein und Spiele entscheiden kann“, bedauert auch Cheftrainer Rob Daum. Unverändert ist auch die Situation von Travis Turnbull. Auch er wird noch fehlen, soll aber eine Woche später einsetzbar sein, mutmaßt Mende: „Die noch fehlende Unterlage sollte in der kommenden Woche eintreffen, dann können wir den Prozess zum Abschluss bringen.“ 

Turnbull wartet noch auf dieses eine Dokument, um die deutsche Staatsbürgerschaft final zu erhalten. Weil die Situation so ist, wie sie ist, werden die Roosters mit unveränderten Reihen ins Match am Freitag bei den Pinguinen aus Krefeld (19.30 Uhr, Königpalast) gehen. Nur im Tor nimmt Daum einen Wechsel vor, Dahm nimmt auf der Bank Platz, Mathias Lange bekommt seinen ersten Einsatz. 

Ob das auch am Sonntag gegen den Deutschen Meister RedBull München (14 Uhr, Eissporthalle am Seilersee) so sein wird, bleibt abzuwarten. Großes Thema in der Kabine war in dieser Woche die Frage, warum die Sauerländer gegen Wolfsburg eine so gute Leistung gezeigt, dann aber im Derby gegen Düsseldorf doch eher enttäuscht haben.

Fehlte es am Engagement? Das erinnerte doch an viele vergleichbare Situationen in der vergangenen Saison. Rob Daum sieht das ähnlich, betont aber auch, es handele sich nicht um einen Trend, sondern um ein Spiel. „Das hat was mit dem Kopf zu tun. Schon bei der Vorbereitung auf eine Partie muss man diesen Kampfeswillen mit einberechnen, muss ihn zu Tage fördern. Das hat etwas mit der mentalen Seite des Sports zu tun und kann von den Trainern kaum beeinflusst werden.“ 

Die Mannschaft weiß um ihr Auftreten, ist in dieser Woche sehr intensiv mit diesem Thema konfrontiert worden. „Ich bin sehr gespannt, wie es am Wochenende sein wird, denn die Gegner sind doch recht unterschiedlich. Krefeld, der neu formierte, vermeintliche Underdog wird uns kämpferisch alles abverlangen, mit München treffen wir auf ein Topteam, dass herausragend besetzt ist und eigentlich 70 Prozent seiner Spiele gewinnen müsste. Ihnen können wir nur Paroli bieten, wenn wir unser bestes Eishockey spielen“, so Daum. 

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