Eishockey: DEL

Fragezeichen hinter Keeper

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Kapitän Justin Florek (rechts) hofft mit den Roosters darauf, dass am Dienstag in Mannheim Zählbares herausspringen wird.

Iserlohn - Heimstärke und Auswärtsschwäche – jedenfalls könnte man das meinen, betrachtet man die bisherige Saison der Iserlohn Roosters.

Am Seilersee hat das Team drei Spiele, teils bravourös, für sich entschieden, auf fremdem Eis läuft es dagegen eher schlecht als recht: Nur ein Zähler von neun möglichen Punkten wurde eingefahren. Ein Thema, das keins ist, sagt Manager Karsten Mende angesprochen auf diese Situation. „Jedes Auswärtsspiel hatte eine andere Herausforderung und Gründe, warum wir die Partien nicht gewonnen haben. Darin allerdings einen Trend abzulesen, ist Quatsch. Da sollte man eher einmal die Erwartungen hinterfragen, die man an Spiele gegen Düsseldorf, Krefeld oder Berlin hat“, so der ehemalige Nationalspieler. 

Schwächen auf fremdem Eis gibt es allerdings nicht zu verhehlen. Mal lagen sie in Strafzeiten zur falschen Zeit, mal an einer Torhüterleistung, mal an defensiven Anfälligkeiten. Wenn die Blau-Weißen Dienstagabend um 19.30 Uhr bei den Adlern Mannheim in der SAP-Arena aufs Eis gehen, dann sollten sie sich einen der vorgenannten Aussetzer auf keinen Fall erlauben. Zwar sind die Adler nicht der Ligaprimus, aber eine der drei stärksten Mannschaften. 

Seit dem Wechsel von Pavel Gross aus Wolfsburg in die Quadratestadt, der Neuverpflichtung von Jan-Axel Alavaara als Manager und zahlreichen neuen, hart arbeitenden Spielern hat sich der Charakter des Clubs und des Teams grundlegend verändert. Das macht die Mannheimer, die die Roosters auch mal als Angstgegner empfunden haben, so gefährlich. Insbesondere in den ersten zehn Minuten darf man sich gegen die teils seit Mai gemeinsam trainierenden Spieler keine Blöße erlauben. Gerade da macht allerdings der Auftritt der Roosters am Sonntag gegen Ingolstadt Mut. 

Im Match gegen die Oberbayern zeigten die Sauerländer ihre beste Defensivleistung, ließen nach hinten sehr wenig zu. „Ich denke, dass wir uns defensiv in bislang jedem Spiel der Saison gesteigert haben, insofern ist das nur natürlich. Aber es stimmt, die Mannschaft hat defensiv einfach einen guten Job gemacht“, unterstreicht auch Cheftrainer Rob Daum. Der wird gegen die Adler allerdings erst heute final über seinen Torhüter entscheiden können. Mathias Lange hat sich am Montag krank gemeldet, konnte nicht trainieren. Eigentlich war geplant, aufgrund der Beanspruchung mit vier Spielen in sieben Tagen zu rotieren. 

Lange sollte in Mannheim spielen, anschließend sollte für das vorgezogene Match gegen Bremerhaven am Donnerstag neu überlegt werden. Sonstige Veränderungen in der Mannschaft gibt es nicht, kann es auch nicht geben. Caporusso wird definitiv weiter ausfallen, hinter Dieter Orendorz steht aufgrund seiner Oberkörperverletzung weiterhin ein Fragezeichen. Er wird noch eine letzte Untersuchung über sich ergehen lassen, die Aufschluss darüber gibt, ob und wann er wieder eingesetzt werden kann. So wird Lautenschlager in den Kader aufrücken.

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