Eishockey, DEL

Roosters auswärts nur die Hälfte wert

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Ratlos: Auswärts will es bei den Iserlohn Roosters einfach nicht laufen, in Mannheim gab es eine 2:6-Niederlage.

Mannheim - Es bleibt dabei, fremdes Eis ist für die Iserlohn Roosters bislang kein gutes Pflaster in dieser Saison. In Mannheim kassierte das Team von Trainer Rob Daum am Dienstagabend seine vierte Auswärtsniederlage. Am Ende hieß es 2:6 aus Sicht der Iserlohner.

Mit der gleichen Formation wie beim Heimsieg am Sonntag gegen Ingolstadt starteten die Sauerländer in die Begegnung gegen die Adler. Doch den besseren Start erwischten die Gastgeber. Nach einem Schuss schnappte sich Hungerecker die Scheibe neben dem Pfosten, kurvte einmal ums Gehäuse herum und legte die Scheibe mit einem Bauerntrick ins Tor (2.). 

Die Roosters waren durch den frühen Gegentreffer allerdings keinesfalls beeindruckt. In der Folge entwickelte sich ein schnelles, technisch hochklassiges und spielerisch äußerst ansprechendes Eishockeyspiel, wozu die Gäste ihren Teil beitrugen. Nach einem Konter nutzte Torjäger Anthony Camara einen schönen Doppelpass mit Weidner zum 1:1 Ausgleich (10.). Beide Teams waren weiterhin brandgefährlich vor dem gegnerischen Kasten. Während auf der einen Seite Dahm gegen Kolarik die Oberhand behielt, klärte auf der anderen Seite Pickard, als sich die Mannheimer gerade wieder komplettiert hatten, gegen Turnbull in höchster Not. Keinen Zweifel – das Unentschieden nach 20 Minuten ging soweit in Ordnung. 

Im zweiten Abschnitt überstanden beide Mannschaften zu Beginn erst einmal jeweils eine Strafe unbeschadet. Erst in der zweiten Überzahl der Iserlohner wurde es dann gefährlich. Bergmann war es mit dem Nachschuss, den allerdings Pickard mit dem Schoner abwehrte. Die Iserlohner taten sich bis dahin insgesamt schwer, ein kontrolliertes Überzahlspiel aufzuziehen, weil sowohl die Genauigkeit als auch das Tempo fehlten. 

35 Minuten war es ein Duell auf Augenhöhe, doch dann kassierten die Sauerländer, wie aus dem Nichts, das 1:2 (36.). Krämmer wurde vor dem Torraum nicht energisch genug attackiert und schob zur Führung ein. Jetzt verloren die Roosters völlig den Faden, kassierten unnötige Strafen und das 1:3, als Lehtivuori nur den Schläger reinzuhalten brauchte (39.). Das war aber noch nicht genug. Eine Sekunde vor Drittelende bestrafte David Wolf die Undiszipliniertheiten der Iserlohner mit seinem Abstauber zum 4:1. 

Im letzten Durchgang hielt sich die Gegenwehr der Iserlohner in Grenzen. Mannheim kombinierte im Stile einer Klassemannschaft und baute die Führung weiter aus. Nach einem schönen Pass von Plachta hämmerte erneut Wolf den Puck ins Netz zum 5:1 (49.). In der Defensive fehlte jetzt auch die genaue Zuteilung, so dass die Adler immer wieder frei zum Abschluss kamen. Kolarik scheiterte mit seinem Schuss zwar noch an Fischer, den Nachschuss versenkte er dann aber zum 6:1 (52.). 

Ganz langsam wurde es bitter für die Sauerländer, die lange Zeit gut mitgehalten hatten. Den Schlusspunkt setzten dann aber doch die Iserlohner. Michael Clarke schnappte sich den Puck im Mitteldrittel, steuerte alleine auf Pickard zu und schlenzte die Scheibe rechts oben in den Winkel. Ein schöner Abschluss an einem nicht so schönen Abend für die Sauerländer.

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