1400 Fans beim Roosters-Training

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Eine imponierende Resonanz: Rund 1400 Zuschauer fanden sich am Samstagvormittag zum ersten öffentlichen Training der Iserlohn Roosters in der Eissporthalle am Seilersee ein.

Iserlohn - Neugier ist eigentlich nicht die allerbeste Charaktereigenschaft. Die Iserlohn Roosters aus der Deutschen Eishockey Liga empfinden das in diesen Tagen ein klein wenig anders. Den Roosters ist das Interesse der Fans mehr als lieb – und genau das scheint riesengroß.

Am Samstagvormittag lud der Klub zum ersten öffentlichen Training der Mannschaft. Alle Beobachter waren sich anschließend sicher: Mehr Besucher waren niemals zuvor bei dieser Veranstaltung dabei. „Wir gehen tatsächlich von rund 1300 bis 1400 Fans aus, weil die Sitzplatztribüne voll war und sogar die Stehplatzbereiche von den Anhängern ordentlich genutzt worden sind“, sagte Geschäftsstellenleiter Bernd Schutzeigel.

Überrascht war auch Cheftrainer Jason O´Leary. Zwar hatte der schon von allen Seiten von den „verrückten Iserlohner Eishockey-Fans“ gehört, das aber dann doch nicht erwartet: „Ich danke allen, die da waren, um uns zum ersten Mal auf dem Eis zu sehen und ich hoffe, wir können das in der Saison zurückgeben.“ O´Leary kommentierte Teile des Trainings per Headset vom Eis, Interviews gab es von der Bande und weitere Analysen von Roosters-Rekordspieler Collin Danielsmeier. Und wäre da nicht, trotz aller Bemühungen der Roosters und ihres Technikdienstleisters, die obligatorisch schlechte Akustik gewesen, es wäre ein noch schönerer Auftakt in die Vorbereitung gewesen.

Nur einer hatte wenig zu lachen. Verteidiger Daine Todd stand am Rand und beobachtete das Geschehen auf dem Eis als Zuschauer. Der Kanadier hatte sich im Training eine Verletzung am Unterkörper zugezogen. „Details werden wir nicht bekanntgeben. Wir wissen, dass Daine am Montag operiert wird, danach mindestens vier Wochen ausfallen kann, aber die Ärzte sagen, dass wir uns keine Sorgen machen müssen“, berichtete Christian Hommel, der Sportliche Leiter. Fallen lassen werden die Blau-Weißen ihn nicht. Todd bekommt die Zeit, sich zu regenerieren und dann in den Kader zurückzukehren. „Das ist für uns aber auch kein Risiko, denn wir hätten seine Spielerlizenz ohnehin erst am 12. September vergeben, bis dahin haben wir in jedem Fall Klarheit“, so Hommel weiter.

Gerade in Anbetracht der ersten taktischen Schritte des Teams hätte O´Leary seinen besten Offensivverteidiger gern in der Mannschaft gehabt. „Wir haben sehr intensiv an den ersten defensiven Taktiken gearbeitet und wollen auch in den kommenden Tagen diese ersten Schritte immer wiederholen.“ O´Leary ist ohnehin kein Freund, das Team gleich in den ersten Tagen mit zu viel Theorie zu überfrachten. Das „Playbook“ hat die Mannschaft trotzdem schon bekommen – digital. „Wir mussten alle unsere Laptops und Tablets mitbringen – und dann hat der Trainer seine grundsätzlichen Planungen schon mal auf den Punkt gebracht“, erklärte Verteidiger Jens Baxmann, der übrigens auch einer von fünf Spielern ist, der von O´Leary in den schon gegründeten Mannschaftsrat berufen worden ist. 

„Wir werden als echte Mannschaft auf dem Eis stehen, attraktives Eishockey mit vielen Zweikämpfen spielen. Mehr aber darf ich über unsere Taktik noch nicht verraten“, ergänzte Dieter Orendorz.

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