6:3-Heimsieg gegen Freezers

Perfekter Roosters-Start ins neue Jahr

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Schlichtweg aus dem Häuschen: die Fans der Iserlohn Roosters.

Iserlohn - Auch ohne sechs verletzte Cracks knüpften die Iserlohn Roosters im ersten Spiel des Jahres da an, wo sie vor dem Jahreswechsel aufgehört hatten. Nach dem 2:1-Coup bei den Eisbären Berlin feierten die Sauerländer im ausverkauften Hexenkessel am Seilersee dank eines grandiosen ersten Drittels einen 6:3-Erfolg gegen die Hamburg Freezers.

Eigentlich hätten die „Gefrierschränke“ von der Elbe wissen müssen, dass man in der Waldstadt nach Möglichkeit nur wenige Strafminuten kassiert, um erfolgreich zu sein. Eigentlich. Nach nur 42 Sekunden aber musste Hamburgs Oppenheimer erstmals in die Kühlbox. Gerade als er den Schritt zurück aufs Eis machte, bot Freezers-Goalie Heeter Luigi Caporusso das lange Eck an, und der Iserlohner netzte zum 1:0 ein (3.). Fast in gleicher Situation und Personalanzahl fiel auch Caporussos 2:0. Wieder hatten die Hanseaten einen Spieler weniger auf dem Eis, und wieder fand der Kanadier die Lücke gegen Heeter (10.), dessen Einsatz rund dreieinhalb Minuten später nach dem dritten Gegentreffer durch Petersen endete.

Doch das Drittel endete nicht, ohne dass die Sauerländer noch den vierten Treffer verbuchten. Wieder Überzahl, diesmal doppelt – 4:0 (19.). Raymond war der Torschütze, ärgern musste sich diesmal der Ex-Iserlohner Caron, der für Heeter zwischen die Pfosten gegangen war. Und die Freezers? Die spielten gar nicht schlecht, waren vor dem Tor von Mathias Lange nicht ungefährlich. Die Roosters-Defensive aber hielt dagegen. Entschieden war dieses Match indes noch nicht.

Das sollte sich nur 186 Sekunden nach Wiederbeginn zeigen. Erstmals setzten sich die Hamburger wirklich im Iserlohner Drittel fest und verkürzten durch den Ex-Rooster Liwing. Das Aubin-Team kam sogar auf 2:4 heran, als Oppenheimer per Shorthander dem gut spielenden Lange keine Chance ließ (30.). Die Partie aber kippte im Mitteldrittel nicht, weil Caporusso nur 36 Sekunden später mit seinem dritten Treffer das 5:2 besorgte und auf Lange Verlass war.

117 Sekunden Unterzahl zu Beginn des letzten Drittels

Ins Schlussdrittel gingen die Roosters mit 117 Unterzahl-Sekunden. Ein Vorteil, den sich die Hanseaten nicht nehmen ließen. 19 Sekunden vor der Rückkehr Colten Teuberts traf Oppenheimer zum 3:5 aus Gäste-Sicht. Wie würden die Roosters reagieren? Die Antwort: gelassen. Konsequent und konzentriert arbeitete das Pasanen-Team weiter, erarbeitete sich Chancen und verbuchte nach Vorarbeit von York und Petersen das 6:3 durch Raymond (45.).

Es war die Antwort zum genau richtigen Zeitpunkt, die den Iserlohnern Selbstvertrauen schenkte. So erarbeiteten sie sich weiter immer wieder gute Gelegenheiten, brachten Minute um Minute von der Uhr. 3:38 Minuten vor dem Ende kassierte Dieter Orendorz zwar zwei Strafminuten, eröffnete Hamburg so ein weiteres Powerplay, in dem Wolf allerdings per Schlagschuss am Iserlohner Pfosten scheiterte. Das Match war entschieden.

Roosters: Lange – Button, Teubert; Orendorz, Raymond; Côté – Jaspers, Caporusso, Macek; York, Blank, Petersen; Bassen, Ross, Sylvester; Hamill, Shevyrin, Lavallée
Freezers:  Heeter, Caron – Roy, Sullivan; Liwing, Klassen; Tiffels, Schubert; Schmidt – Festerling, Flaake, Wolf; Dupuis, Davies, Müller; Jakobsen, Oppenheimer, Madsen; Sertich, Hafenrichter, Mitchell
Schiedsrichter: Iwert (Harsefeld), Zehetleitner (Oberstdorf)
Tore: 1:0 (02:43) Caporusso (Petersen, Button), 2:0 (09:59) Caporusso (Petersen, Jaspers/5:4), 3:0 (13:22) Petersen (Blank, York), 4:0 (18:41) Raymond (Hamill, York/5:4), 4:1 (23:06) Liwing (Klassen), 4:2 (29:14) Oppenheimer (Dupuis, Sullivan/4:5), 5:2 (29:50) Caporusso (Jaspers/5:4), 5:3 (41:38) Oppenheimer (Roy, Dupuis/5:4), 6:3 (44:35) Raymond (Petersen, York)
Strafminuten:  Roosters 10, Freezers 14
Zuschauer: 4967 (ausverkauft)

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