Desolat: Vier Gegentore in viereinhalb Minuten

Nach dem 8:1-Kantersieg am Freitagabend gegen die Düsseldorfer EG ließen sich die Iserlohn Roosters um Brooks Macek (l.) gestern bei den Augsburger Panther den Schneid abkaufen. Foto: Jentzsch

Augsburg - Ein desolates Mitteldrittel mit vier Gegentoren in viereinhalb Minuten kostete die Iserlohn Roosters bei den Augsburger Panthern am Sonntag wertvolle Punkte im Kampf um den direkten Einzug in die Play-offs der Deutschen Eishockey Liga. Bei den bayerischen Schwaben unterlagen die Sauerländer 4:7 (2:1, 0:4, 2:2).

Von Rudi Müllenbach und Lars Schäfer

Nach dem 8:1-Kantersieg gegen die DEG gingen die Kufencracks vom Seilersee zunächst mit breiter Brust in die Partie und hielten den Tabellenzwölften in Schach. Blieb die erste Überzahlsituation noch ungenutzt, zappelte nach der zweiten Strafe gegen die Panther die Scheibe in deren Netz. Connolly behielt vor AEV-Goalie Mason die Übersicht (7.). Und auch das nächste Power-Play war aus Gäste-Sicht ein erfolgreiches. Nick Petersen traf zum 2:0 für die Roosters (19.).

Zu diesem Zeitpunkt war das Match für Augsburgs Daniel Weiß nach einem Check gegen den Kopf von Richard Jares bereits beendet. Sein hartes Foul wurde von den Referees Fischer/Rohatsch konsequent mit fünf Minuten plus Spieldauer geahndet. Doch auch Iserlohns tschechischer Verteidiger kam trotz schnell genähter Platzwunde nicht mehr zurück aufs Eis. Ärgerlich war neben dem Ausfall von Jares zudem der Augsburger Anschlusstreffer kurz vor Ablauf der Weiß-Strafe. Der Treffer ging aufs Konto von Spencer Machacek, wurde aber von Brooks Macek ins eigene Netz abgefälscht (20.).

Machacek-Tor zeigt nachhaltige Wirkung

Dieser Gegentreffer zeigte nachhaltige Wirkung bei den Schützlingen von Chefcoach Jari Pasanen. Der Finne musste im Mitteldrittel mit ansehen, wie sich seine Jungs den Schneid abkaufen ließen und sich binnen viereinhalb Minuten vier Gegentore einschenken ließen. Beim zweiten Streich von Trevelyan in Überzahl stand bereits Daniar Dshunussov im IEC-Kasten, nachdem Matthias Lange nach Gegentor Nummer vier frustriert vom Eis fuhr (31.). Bitter war zudem die Spieldauer gegen Dupont kurz vor dem fünften Einschlag.

Roosters-Überzahl verstreicht ungenutzt

Zu Beginn des Schlussabschnitts ließen die Roosters zunächst eine eigene Überzahl ungenutzt verstreichen, während Moore mit dem zweiten Shorthander das halbe Dutzend komplett machte (50.). Immerhin: Nach dem 7:2 durch DaSilva betrieben die Gäste durch Tore von Bassen und Petersen noch Ergebniskosmetik.

Panther: Mason – Lamb, Jobke, Woywitka, Tölzer, Bettauer, Seifert, Rekis, Reiß – Machacek, DaSilva, Trevelyan, Moore, Ciernik, Breitkreuz, Hinterstocker, Weiß, Grygiel, Riefers, Schäffler

Roosters: Lange (ab 31. Dshunussow) – Sullivan, Liwing; Jares, Lavallée; Orendorz, Button – Raedke, Friedrich, Macek; York, Wruck, Petersen; Foster, Dupont, Kahle; Bassen, Connolly, Blank

Schiedsrichter: Fischer (Hamburg), Rohatsch (Lindau)

Tore: 0:1 (6:55) Connolly (Wruck, York/5:4), 0:2 (18:43) Petersen (Wruck, Sullivan/5:4), 1:2 (19:31) Machacek (4:5), 2:2 (27:15) Hinterstocker (Machacek), 3:2 (28:56) Trevelyan (Moore), 4:2 (30:43) Grygiel (DaSilva), 5:2 (31:48) Trevelyan (Machacek, Woywitka/5:4), 6:2 (49:56) Moore (Tölzer, Machacek/4:5), 7:2 (56:45) DaSilva (Machazek, Seifert), 7:3 (57:22) Bassen (Conolly, Blank), 7:4 (58:37) Petersen (Sullivan/Wruck)

Strafminuten: Panther 14 + 5 + Spieldauer (Weiß); Roosters 6 + 5 + Spieldauer (Dupont)

Zuschauer: 4054

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