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Berlin für die Roosters keine Reise wert

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Von: André Günther

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Andreas Jenike (Iserlohn Roosters)
Andreas Jenike ersetzte im 2. Drittel den verletzten Hannibal Weitzmann. © Patrick Rueberg

Beim amtierenden Deutschen Meister war für die Roosters diesmal nichts zu holen. Mit 1:4 unterlagen die Iserlohner bei den Berliner Eisbären und das letztendlich auch in der Deutlichkeit verdient.

Berlin - Trainer Brad Tapper vertraute der identischen Aufstellung wie bei dem Auswärtserfolg der Sauerländer am Sonntag in Bietigheim. Doch zunächst einmal hatte sein Team eine Unterzahl zu überstehen, was fast gelang, denn gerade als Torsten Ankert von der Strafbank zurück auf das Eis kam, klingelte es zum ersten Mal im Kasten von Hannibal Weitzmann. Zengerle sah Giovanni Fiore am langen Pfosten und der brauchte nur seine Kelle in den Pass zu halten - 1:0 (6.). Die Roosters ihrerseits besaßen durch Schilkey und Bailey (7.) die ersten Möglichkeiten, die Andreas Niederberger ebenso zunichte machte, wie den Schuss von Luke Adam aus kurzer Distanz in Überzahl. Berlin agierte im ersten Durchgang allerdings wesentlich zielstrebiger. Frank Hördler nahm von der blauen Linie Maß und Hannibal Weitzmann rutschte der Puck bei freier Sicht durch die Beine (11.). Da sah der Schlussmann alles andere als glücklich aus. In der Folge untermauerten die Hausherren ihre Überlegenheit und hatten sogar die Chance, durch den Außennetztreffer von Leonard Pföderl (17.) und dem Pfostenkracher von Morgan Ellis (19.), die Führung deutlicher zu gestalten.

Im Mittelabschnitt änderte sich am Spielverlauf nicht wirklich viel. Schon früh hatte Matt White die Möglichkeit bei einem Alleingang zu erhöhen, doch Weitzmann stoppte den Stürmer (23.). Besser machte es aber kurz darauf Frans Nielsen, der völlig frei zum Nachschuss kam und keine Mühe hatte, den Puck im Iserlohner Tor unterzubringen (25.). Berlin bekam von den Sauerländern nach wie vor zu viel Zeit und Raum, den der Meister gnadenlos ausnutzte. Einmal keimte Hoffnung bei den Gästen auf, als in Überzahl Aubin von der blauen Linie abzog und Joe Whitney die Scheibe noch zum 3:1 ins Tor abfälschte. Die Freude über den Treffer währte aber nur kurz, denn bei Kontern blieben die Roosters extrem anfällig. White spielte den Querpass auf Fiore und der bedankte sich für seinen Freiraum mit dem 4:1 (29.). Berlin gab sich damit keineswegs zufrieden und hatte durch den Lattenkracher von Wissmann die nächste gute Möglichkeit (34.). Auf der anderen Seite zielten Adam und auch O’Connor am Tor vorbei (38.). Eine Schrecksekunde gab es in der Schlussphase des zweiten Drittels: Hannibal Weitzmann verletzte sich bei einer Abwehraktion und musste durch Andreas Jenike ersetzt werden, der sein Können gleich gegen Fiore unter Beweis stellte.

Im Prinzip musste ein frühes Tor im Schlussabschnitt her, um noch einmal eine Aufholjagd starten zu können, doch Bailey und Aubin spielten ihren Konter zu unpräzise zu Ende, sodass der Puck letztendlich am Kasten von Mathias Niederberger vorbeiflog (44.). Gut aufgelegt zeigte sich auch Iserlohns Schlussmann Andy Jenike, der das, was von den Berlinern noch im letzten Drittels auf das Tor kam, sicher vereiteln konnte. Da die Sauerländer auch weitere Konterchancen nicht zu nutzen wussten und die Berliner im Anschluss kein Risiko mehr eingingen, blieb es letztendlich beim verdienten 4:1-Erfolg für die Hausherren.

Eisbären Berlin - Iserlohn Roosters 4:1 (2:0/2:1/0:0)

Eisbären: Niederberger – Ellis, J. Müller; Wissmann, Jensen; Despres, Hördler – Pföderl, Boychuk, Noebels; White, Nielsen, Fiore; Wiederer, Zengerle, Mik; Baßler, Streu

Roosters: Weitzmann (39:03 Jenike) – Ankert, McCrea; O’Connor, Labrie; Acolatse, Sezemsky; Rausch – Schilkey, Adam, Foucault; Ziegler, Jentzsch, Alanov; Aubin, Bailey, Whitney; Riefers, Ewanyk, Broda

Tore: 1:0 (05:17) Fiore (Zengerle, White), 2:0 (10:11) Hördler (White), 3:0 (24:23) Nielsen (Noebels, Pföderl), 3:1 (26:06) Whitney (5-4/Aubin, Foucault), 4:1 (28:00) Fiore (White)

Schiedsrichter: Polaczek/Rohatsch

Strafen: Eisbären 8 – Roosters 12

Zuschauer: 5.322

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