Handball, Landesliga

Schwere Hürden zum Rückrundenauftakt

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Torjäger Phil Lausen trifft für die HSG Lüdenscheid von allen Positionen, gegen den manndeckenden TuS Weilinghofen erzwungenermaßen auch mal vom Kreis.

Kreisgebiet – Die Landesliga biegt ein in ihre zweite Saisonhälfte. Die HSG Lüdenscheid empfängt die Drittvertretung von Eintracht Hagen, während die Evingser beim TV Olpe gastieren. Eine Vorschau.

TV Olpe – TS Evingsen / Samstag, 18.30 Uhr

Mit einer krachenden 28:40-Niederlage bei einer allerdings auch erheblich verstärkten Zweitvertretung der SG Menden Sauerland Wölfe hatte die TS Evingsen vor knapp zwei Wochen die Hinrunde beendet, am morgigen Samstag steht für den Aufsteiger dementsprechend der Start in die Rückrunde auf dem Programm: Ab 18.30 Uhr gastiert die Mannschaft von Trainer Sascha Schmoll dann beim TV Olpe in der dortigen Kreissporthalle.

Das erste Saisonviertel verlief zwar eher durchwachsen, doch seit Anfang November ist die Olper Mannschaft von Trainer „Jo“ Braun richtig ins Rollen gekommen: Sieben Siege in Serie spülten die Fuhrmann und Co. bis auf Tabellenplatz 4 nach vorne. Entgegengesetzt verlief die Kurve bei der Turnerschaft, die sich zuletzt viermal in Folge geschlagen geben musste und als Elfter aufpassen muss, nicht noch voll in den Abstiegsstrudel zu geraten.

"Wir haben gesehen, dass sie durchaus schlagbar sind"

„Das wird eine große Herausforderung für uns, zumal Olpe auch noch sehr heimstark ist. Allerdings: Wir haben gesehen, dass sie durchaus schlagbar sind“, denkt Schmoll mit einem lachenden, aber auch weinenden Auge an das Hinspiel zurück.

Beim 22:19 fünf Minuten vor Ende hatte es gar nach einem komplett gelungenen Saisonstart ausgesehen, ehe einige falsche Entscheidungen dazu führten, dass letztlich mit dem 22:22 „nur“ ein Teilerfolg heraussprang. „Dementsprechend orientiert sich unser Matchplan an die 55 guten Minuten aus dem Hinspiel. Wir wollen Vollgas geben und werden dann mal schauen, was letztlich herausspringt“, will sich Schmoll überraschen lassen.

Trainingstechnisch sind die letzten zwei Wochen bei den Burgstädtern allerdings eher suboptimal verlaufen, gegenüber der Menden-Pleite kommt aber immerhin Lüling wieder dazu, während Dragila definitiv und Hell eventuell privat verhindert ist.

TSE: Hoinka, Gerstberger – Wizy, Lüling, Mancini, S. Lohmann, C. Lohmann, Kiss, Csunderlik, Brüggendieck, Becker, Meyer, Hell (?)

 

HSG Lüdenscheid – VfL Eintracht Hagen III / Samstag, 18.30 Uhr

Der Saisonstart ist der HSG Lüdenscheid aus doppelter Hinsicht noch negativ in Erinnerung: Im Eröffnungsspiel gab’s eine 30:34 Niederlage bei Eintracht Hagens Drittvertretung, der sich zu Beginn der Ära von Neu-Trainer Friedhelm Ziel weitere 4:8 Punkte anschlossen.

Inzwischen haben die Bergstädter zum Hinrundenende freilich ihr Punktekonto ausgeglichen und sich auch gegen die Auftaktgegner eine ganz andere Bilanz vorgenommen. Den Auftakt soll am Samstag die Partie gegen die Drittvertretung des Zweitligisten aus Hagen machen.

„Nach der schwächsten Abwehrleistung einer Halbzeit in der Hinrunde“ (O-Ton Ziel) mit 21 Gegentoren ist Wiedergutmachung vor allem in der Defensive angesagt, auch wenn mit „Locke“ Kämmerer der ganz große Rückhalt zwischen den Pfosten ausfällt, „Aber wir haben vollstes Vertrauen zu Luan Ferizi“, ist Trainer Ziel sicher, den Ausfall des Zerberus’ verkraften zu können.

Hagen mit einer Menge Erfahrung auf der Platte

Klar ist, dass die Eintracht mit ihrer Mischung aus Routiniers und technisch hervorragend ausgebildeten Youngstern eine der personellen „Wundertüten“ der Liga ist. Spielertrainer Levent Cengiz und der zweitligaerprobte Lüdenscheider Spielmacher Marc Oberste, dazu Linksaußen Thomas Osebold bilden das „Routiniersgerüst“ der Eintracht, hinzu kommen mit Kreisläufer Lennart Bulk und dem Halblinken Thomas Nottelmann weitere extrem starke Leistungsträger, die der HSG das Leben schwer machen werden.

„Aber wir sind weiter als zum Saisonstart, als wir die Hagener noch überhaupt nicht einschätzen konnten“, sieht Trainer Ziel mit dem Publikum im Rücken durchaus gute Chancen für die HSG, erstmals ein positives Saisonkonto zu erreichen, zumal der Gast kaum – wie im Hinspiel – erneut Rückraum-Kanonier Tim Knutzen aus dem Verbandsligateam einsetzen dürfte.

HSG Lüdenscheid: Ferizi, Müller – C. Broscheit, Bieker, Fenner, Mühlbauer, Beckmann, Hahn, Nitsch, Gruber, Lausen, Plate, Füller

Es fehlen: Kämmerer (erkrankt), Hurlbrink (Trainerlehrgang), Behnke-Schoos (studienbedingt), L. Weichelt (verletzt)

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