Erklärung des Fußball-B-Ligisten im Wortlaut

Eggenscheids Vorstand nach Kopfstoß-Vorfall: "Wir sind keine Schlägertruppe"

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Lüdenscheid – Ein Akt der Gewalt auf dem Fußballplatz und seine Folgen: Wegen des Kopfstoßes eines zuvor gefoulten Spielers (22) von Fußball-B-Kreisligist TuRa Eggenscheid gegen einen Gegenspieler (26) vom TuS Versetal, der dadurch erheblich am Oberkiefer verletzt wurde und sich umgehend zur Behandlung in eine Zahnklinik begeben musste, erreichte uns folgende Stellungnahme von TuRa Eggenscheid: 

"Wir, der Fußballvorstand mit David Seifert und Özgür Kara von TuRa Eggenscheid, möchten uns vorab nochmals beim verletzten Spieler des TuS Versetal für die Tätlichkeit unseres Spielers entschuldigen und hoffen auf einen schnellen Heilungsverlauf ohne bleibende Einbußen. 

Wir können und wollen das Verhalten unseres Spielers nicht rechtfertigen. Fußball ist ein Kontaktsport und leider werden dabei auch gelegentlich die Grenzen der Fairness überschritten. 

Durch den Kopfstoß und die daraus resultierenden Verletzungen wurden diese Grenzen jedoch so weit überschritten, dass es kaum in Worte zu fassen ist. 

"Ihm sind die Sicherungen durchgebrannt"

Unseren Spieler, der kurz zuvor Vater geworden ist, kennen wir so nicht. Ihm sind die Sicherungen durchgebrannt. Er hat sich nach dem Spiel sowohl bei seinem Gegenspieler als auch bei der gesamten Mannschaft des TuS Versetal entschuldigt.

Böses Revanche-Foul: Fußballer muss nach Kopfstoß in Zahnklinik

Im Hinblick auf die zu erwartenden zivil- als auch strafrechtlichen Konsequenzen werden wir den Spieler bis auf weiteres suspendieren. 

"Unsportlichkeiten oder Tätlichkeiten nicht tolerierbar"

Auch wenn unsere Mannschaft derzeit in ein schlechtes Licht gerückt wird, möchten wir betonen, dass wir keinesfalls eine 'Schlägertruppe' oder ähnliches sind, auch wenn dies in den sozialen Netzwerken derzeit gerne verbreitet wird. 

Unsportlichkeiten oder Tätlichkeiten sind für uns nicht tolerierbar und werden intern sanktioniert.

"Die schönste Nebensache der Welt"

Fußball ist und bleibt immer noch die schönste Nebensache der Welt. Alle Spieler der Kreisliga gehen ihrem Hobby nach und müssen am Tag nach den Spielen wieder zur Arbeit, zur Schule oder zum Studium.

Ob Sieg, Unentschieden oder Niederlage, solange man seinem Gegenspieler nach Abpfiff noch gerade in die Augen sehen kann, ist alles in Ordnung. So soll es sein und so wird es auch in den nächsten Spielen wieder werden."

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