4:1 - Effektivität und Wille sprechen für FSV

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Das schönste Tor des Tages für die FSV Werdohl beim 4:1 in Neheim markierte Gian-Marco De Luca mit diesem Flugkopfball. Falk Fischer hatte von links perfekt geflankt.

NEHEIM - So trist wie das Wetter war die Landesliga-Partie zwischen dem SC Neheim und der FSV Werdohl. Immerhin aber stimmte aus Sicht der Gäste nach 90 Minuten das Ergebnis: Die Mannschaft von Carsten Minker setzte sich im Binnerfeldstadion mit 4:1 (2:1) Treffern durch und kletterte vom zehnten auf den siebten Platz.

Minker und sein Neheimer Kollege Alexander Bruchhage waren sich einig in ihrer Einschätzung, dass die FSV verdientermaßen den „Dreier“ mit zum Riesei nehmen durfte. Für Werdohl sprachen letztlich die größere Effektivität im Abschluss und vor allem der unbedingte Wille, den jeder Akteur mit seiner Körpersprache demonstrierte. Denn nach dem Fehlstart – das 1:0 für Neheim fiel schon nach 88 Sekunden, als Schuberth bei einem Freistoß von der linken Außenbahn mit Rechts via Innenpfosten FSV-Keeper Felbick (für den erkrankten Grete im Tor) ganz alt aussehen ließ – zeigten die Gäste sofort eine Reaktion, bissen sich in die Zweikämpfe, machten Meter.

Verpasste Tuz noch den postwendenden Ausgleich (3.), so war Intravaia zur Stelle, als Fischer über links in den Strafraum eingedrungen war und clever zurückgelegt hatte – 1:1 (15.). Bierkoch übersah bei seinem Schuss in Minute 19 den mittig besser postierten Tuz, doch schon 180 Sekunden später führte Werdohl: De Luca hatte im Duell mit Keeper Trägner clever einen Foulelfmeter herausgeholt, den El Alami sicher verwandelte (22.). Fischer (40.) und Intravaia (42.) hätten schon für deutlichere Verhältnisse sorgen können.

Für den offensiv harmlosen SCN hatte Seber in der Anfangsphase das 2:0 verpasst (9./an Felbick), das vermeintliche 2:2 von Schuberth zählte wegen Abseitsstellung nicht, Meyers Kopfball war viel zu harmlos (39.).

25 Sekunden nach Wiederbeginn überlupfte Intravaia zwar Torwart Trägner, bugsierte die Kugel aber auch über die Latte. Felbick war auf der anderen Seite gegen Schuberth zur Stelle (68.).

Die Entscheidung fiel im Gegenzug: Fischer flankte perfekt von links, De Luca jagte den Ball per Flugkopfball sehenswert gegen die Laufrichtung des Keepers in die Maschen. Das 4:1 von „Joker“ Franz auf Zuspiel von Tuz war quasi die Kopie dieses Treffers. Für Neheim hätten Gerbracht, Misiatu und Greis noch etwas Ergebniskosmetik betreiben können.

SCN: Trägner – Middel, Kraft, Berens, Gerbracht – Busch, Meyer – Hane (46. Greis), Schuberth, Seber (46. Kellermann) – Bopp (68. Misiatu)

FSV: Felbick – Langenberg, Zejnullahu, Bierkoch, Neuke – El Alami – Maus, Intravaia (78. Benli), Fischer (81. Franz) – Tuz, De Luca (68. Klamann)

Schiedsrichter: Icoglu (Dortmund)

Tore: 1:0 (2.) Schuberth, 1:1 (15.) Intravaia, 1:2 (22./Foulelfmeter) El Alami, 1:3 (68.) De Luca, 1:4 (87.) Franz

Bes. Vork.: Gelb-Rote Karte gegen Berens (SCN/89.) wegen wiederholten Foulspiels

Von Lars Becker

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