Tennis, Platzmann-Sauerland-Open

Dustin Brown: Nach fünf vergebenen Satzbällen folgt das Aus im Achtelfinale

Tennis Volley Dustin Brown
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Aus in der 1. Runde im Doppel-Wettbewerb: Sauerland-Open-Zugpferd Dustin Brown scheiterte mit dem Syrer Hazem Naw letztlich unnötig an den Südamerikanern Martin Cuevas und Facundo Mena. Brown/Naw ließen im ersten Satz fünf Satzbälle in Folge aus.

Am vierten Tag haben bei den Sauerland-Open die Doppel-Spiele begonnen. Mit einem Lüdenscheider Duo und auch mit dem Zugpferd Dustin Brown. Sowohl Brown/Naw als auch Fastabend/Fastabend aber verloren ihre Spiele.

Lüdenscheid – Manchmal stellt so ein Turnier den Zuschauer vor eine schwere Aufgabe. Als sich am Mittwochnachmittag gegen 17 Uhr Dustin Brown, deutsch-jamaikanisches Zugpferd der Sauerland-Open mit Davis-Cup-Vergangenheit und einer gewonnenen Partie gegen Rafael Nadal auf dem heiligen Rasen von Wimbledon in der Vita, gemeinsam mit dem Syrier Hazem Naw auf dem Centre-Court für sein erstes Doppel am Stadtpark bereit machte, da spielten auch noch die Lokalmatadoren auf Court 3. Lennart und Ludger Fastabend im Kräftemessen mit dem Spanier Adrian Menendez-Maceiras und dem Brasilianer Fernando Romboli. Was also sollte sich der geneigte Besucher anschauen? Schwierige Frage am vierten Tag der Platzmann-Sauerland-Open im Schatten des Mercure-Hotels.

Die echten Lüdenscheider blieben erst einmal dem Duo Fastabend/Fastabend treu. Eine „gewisse Nervosität“ hatte Lennart Fastabend vor dem Doppel-Auftritt der beiden Wildcard-Inhaber zugegeben. „Das ist ja eine ganz andere Liga“, stellte der Kapitän des LTV-Verbandsliga-Ensembles fest. Dann aber machten die Brüder ihre Sache gut. Im ersten Satz reichte es noch nicht zu einem Spielgewinn. Direkt zu Beginn des zweiten Durchgangs aber brachte erst Lennart Fastabend und dann auch Bruder Ludger einmal sein Service durch. 1:0 und 2:1 für die Lüdenscheider, am Ende 2:6 im zweiten Durchgang, wobei das Duo beim 2:5 noch einmal drei Breakbälle ausließ. Unterm Strich aber strahlten die Bergstädter am Ende, als sie ihren Gegnern zum erwarteten Sieg gratulierten. Und Applaus von der gut besetzten kleinen Tribüne gab es auch reichlich.

Nicht so entspannt ging es da auf dem Centre-Court zu, was in engen Matches aber wohl ziemlich normal ist. Bis zum 6:6 schenkten sich Brown/Naw und ihre südamerikanischen Gegner Martin Cuevas (Argentinien) und Facundo Mena (Uruguay) nichts. Und dann wurde es kurios: 6:1 führten Brown und Naw im Tiebreak bereits. Die Zuschauer machten gedanklich einen Haken an den Satz, doch Brown und Naw verspielten Satzball um Satzball. Beim 6:5 kam dann auch noch eine umstrittene Aus-Entscheidung des Referees dazu – und so ging der Tiebreak noch 9:7 an die Südamerikaner.

Dustin Brown: Fünf vergebene Satzbälle und das Aus im Achtelfinale

Zwar holten sich Brown, der mit der Schiedsrichterentscheidung lautstark haderte, und Naw mit Wut im Bauch deutlich den zweiten Durchgang (6:1), doch im Match-Tiebreak machten Cuevas und Mena die Big Points, legten ein 6:3 vor und nach dem 6:6 noch einmal ein 9:6. Das reichte. Am Ende hieß es 10:7 für das Duo, nicht unverdient. Und doch für die Lüdenscheider nicht so schön, hätten sie Dustin Brown doch gerne noch das eine oder andere Mal auf dem Centre-Court erlebt.

Eine besondere Regel im Doppel-Wettbewerb

Die Doppel-Konkurrenz am Stadtpark ließ die Zuschauer mitunter kurz stutzen. Nicht der Umstand, dass es im Doppel-Wettbewerb bei Satzgleichstand direkt in einen Match-Tiebreak geht – das kennen die „Amateure“ ja auch von verschiedenen Turnieren. Ungewohnt aber ist, dass beim Turnier bei Einstand in einem Aufschlagspiel direkt der Punkt ausgespielt wird. So sollen zu lange Spiele verhindert werden. Landet ein Aufschlagspiel also bei Einstand, dann darf das nicht aufschlagende Doppel bestimmen, von welcher Seite der nächste Aufschlag zu erfolgen hat. Und dieser nächste Ballwechsel entscheidet dann direkt den Punkt.

Nun gibt es nur noch einmal die Chance: Am Sonntag wird der Mann mit den langen Rastalocken im Promi-Doppel als einer der beiden Tennisprofis dabei sein. Der andere ist Christopher Kas, Ex-Profi und inzwischen im Trainergeschäft. Dazu kommen Oliver Pocher und der Schauspieler Mark Keller. Das Promi-Doppel beginnt am Sonntag auf Wunsch von Oliver Pocher übrigens bereits um 12 Uhr. Bis dahin sollte der am Mittwochabend ob der Achtelfinal-Niederlage ein wenig angesäuerte Dustin Brown seine gute Laune aber wiedergefunden haben.

Die Fastabend-Brüder Lennart und Ludger machten ihre Sache im Profifeld sehr ordentlich.

In der Doppel-Konkurrenz am Stadtpark kamen im Achtelfinale übrigens drei gesetzte Duos beinahe mühelos weiter, vor allem André Begemann und Albano Olivetti beherrschten ihre Gegner, ebenso die Sabanov-Brüder aus Kroatien, die schon früh am Morgen auf den Platz gemusst hatten. Und während das topgesetzte Doppel Molchanov/Nedovyesov sich in zwei umkämpften Sätzen ebenfalls schadlos hielt, gab es immerhin doch eine Überraschung: Die an Position zwei gesetzten Roman Jebavy (Tschechien) und Igor Zelenay (Slowakei) mussten sich in drei Sätzen dem mexikannischen Duo Hach Verdugo/Reyes-Varela beugen.

Die Ergebnisse vom Mittwoch und die Ansetzungen für den Donnerstag

Ergebnisse Einzel

1. Runde: Genaro Alberto Olivieri (Argentinien) – Daniel Altmaier (Deutschland/4) 2:6, 2:6; Camilo Ugo Carabelli (Argentinien) – Pedro Martinez (Spanien/2) 6:2, 4:6, 7:6

Achtelfinale: Duke Ajdukovic (Kroatien) – Constant Lestienne (Frankreich/9) 6:4, 6:2; Julian Lenz (Deutschland) – Roman Safiullin (Russland/7) 5:7, 6:4, 6:2; Roberto Carballes Baena (Spanien/3) – Nicolas Jarry (Chile) 1:5, Aufgabe Carballes Baena; Mirza Basic (Bosnien) – Tristan Lamasine (Frankreich) 7:6, 6:2

Ergebnisse Doppel

1. Runde: Dustin Brown/Hazem Naw (Deutschland/Syrien) – Martin Cuevas/Facundo Mena (Uruguay/Argentinien) 6:7, 6:1, 7:10; Marvin Möller/Tim Sandkaulen (Deutschland) – Antonio Sancic/Artem Sitak (Kroatien/Neuseeland) 6:1, 6:2; Adrian Mendendez-Maceiras/Fernando Romboli (Spanien/Brasilien) – Lennart Fastabend/Ludger Fastabend (Deutschland) 6:0, 6:2; Denys Molchanov/Aleksandr Nedovyesov (Ukraine/Kasachstan/1) – Julian Lenz/Sem Verbeek (Deutschland/Niederlande) 6:4, 7:5; Karol Drzewiecki/Sergio Martos/Gornes (Polen/Spanien) – Ivan Sabanov/Matej Sabanov (Kroatien/4) 5:7, 2:6; Juan Manuel Cerundolo/Alexander Merino (Argentinien/Peru) – Ruben Gonzales/Ruan Roelofse (Philippinen/Südafrika) 3:6, 6:3, 10:6; André Begemann/Albano Olivetti (Deutschland/Frankreich/3) – Duke Ajdukovic/Mirza Basic (Kroatien/Bosnien) 6:0, 6:2; Hans Hach Verdugo/Miguel Angel Reyes-Varela (Mexiko) – Roman Jebavy/Igor Zelenay (Tschechien/Slowakei/2) 5:7, 7:6, 10:8

Die Ansetzungen für den Donnerstag im Überblick:

Centre-Court: 12 Uhr: Juan Manuel Cerundolo (Argentinien/6) – Filip Cristian Jianu (Rumänien); anschließend Martin Cuevas/Facundo Mena (Uruguay/Argentinien) – Ivan Savanov/Matej Sabanov (Kroatien/4); anschließend André Begemann/Albano Olivetti (Deutschland/Frankreich/3) – Marvin Möller/Tim Sandkaulen (Deutschland); anschließend (nicht vor 17 Uhr) Julien Cagnina (Belgien) – Daniel Altmaier (Deutschland/4)

Court 7: 12 Uhr: Matteo Martineau (Frankreich) – Camilo Ugo Carabelli (Argentinien); anschließend (nicht vor 15 Uhr) Denys Molchanov/Aleksandr Nedovyesov (Ukraine/Kasachstan/1) – Juan Manuel Cerundolo/Alexander Merino (Argentinien/Peru); Adrian Mendenez-Maceiras/Fernando Romboli (Spanien/Brasilien) – Hans Hach Verdugo/Miguel Angel Reyes-Varela (Mexiko)

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