4:3 in Düsseldorf

Doppelpack in 22 Sekunden: Erfolg im Westderby

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Die Roosters durften in Düsseldorf jubeln.

DÜSSELDORF - Nach vier Niederlagen in Folge haben die Iserlohn Roosters ihre Talfahrt direkt nach der Deutschlandcup-Pause beendet, setzten sich Dienstagabend bei der Düsseldorfer EG mit 4:3 (1:2, 1:1, 2:0) durch und gaben damit die rote Laterne an den Gegner ab.

Dennoch hätten sich die Sauerländer durch dumme Strafminuten fast selbst um die Chance gebracht, ein Spiel, das sie über weite Strecken dominierten, zu gewinnen.

Dass ein Ergebnis nichts über 20 Eishockeyminuten aussagen kann, bewies Drittel eins im ISS-Dome. Die Gäste bestimmten bei Fünf-gegen-Fünf die Partie nach Belieben und lagen am Ende doch 1:2 hinten. Der Grund: unnötige Strafen. Nach Yorks Überzahl-Führungstreffer (7.) kassierten erst Giuliano und anschließend Brennan je zwei Strafminuten. Kreutzer bestrafte beide Aktionen mit dem Ausgleichstreffer (10.).

Es war ein Gegentreffer, der frustrierte – auch Mike York, der gegen Zanetti zu arg an der Bande zu Werke ging und dafür eine Spieldauerdisziplinarstrafe kassierte. Und weil Kreutzer mit seinem zweiten Überzahltor auch noch zum 2:1 traf, war ein Match gedreht, dass die Blau-Weißen klar dominiert hatten.

Der Mittelabschnitt begann mit einem wunderschönen Treffer der Sauerländer in Überzahl. Raymond auf Sertich, der spielte diagonal durch den Slot auf Wolf, der völlig frei die Scheibe ins Tor hämmerte (26.). Doch nach unnötiger Strafe wegen Meckerns gegen Frosch wurden die Gäste erneut bestraft. Hotham traf bei DEG-Überzahl zum 3:2.

Als Frosch nur Sekunden nach Ablauf seiner Strafe erneut wegen Hakens vom Eis gestellt wurde, blieben die Gäste zum ersten Mal in diesem Spiel in Unterzahl ohne Gegentreffer, hatten eine hervorragende Konterchance durch Raedeke, der aber scheiterte an Goepfert, den wieder einmal besten DEG-Mann auf dem Eis.

Im letzten Drittel tat sich zunächst kaum etwas, ehe die Roosters ab Minute 50 stärker wurden. Goepfert war aber noch nicht zu überwinden. Dann überstanden die Sauerländer eine 3:5-Unterzahl, sammelten dadurch Selbstvertrauen und drehten das Match binnen 22 Sekunden. Erst Giuliano, angeschossen von Raymond, dann Raymond selbst, sorgten für die 4:3-Führung der Waldstädter. Die hing noch einmal am seidenen Faden, als die DEG fünf Sekunden vor Schluss noch einmal den Pfosten traf. - MiHei

DEG: Goepfert – Hotham, Paris; Ebner, Noske; Mapes, Zanetti; Stephan – Martinsen, Kreutzer, Rome; Fischbuch, Strodel, Preibisch; Neugebauer, Mondt, Klingsporn; Daxelberger, Calovi

Roosters: Ersberg – Raymind, Teubert; Jares, Brennan; Orendorz, Gödtel; Danielsmeier – York, Raedeke, Wolf; Foster, Giuliano; Frosch; Sertich, Mulock, Macek; Fischhaber, Hommel, Hofland

Schiedsrichter: Jablukov (Berlin), Piechaczek (Finning)

Tore: 0:1 (06:02) York (Sertich, Raymond/5:4), 1:1 (09:45) Keutzer (Rome/5:3), 2:1 (15:16) Kreutzer (Ebner, Rome/5:4), 2:2 (25:06) Wolf (Sertich, Raymond/5:4), 3.2 (31:08) Hotham (Preibisch/5:4), 3:3 (54:59) Giuliano (Raymond, Frosch), 3:4 (55:21) Raymond (Giuliano, Foster)

Strafminuten: DEG 10; Roosters 14 + 10 (Raedeke) + 5 + Spieldauer (York)

Zuschauer: 3684

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