1:4 in Düsseldorf:

Eine Nullnummer für die Roosters

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Richard Jares (MItte) und Co. von den Iserlohn Roosters ließen in Düsseldorf letzte Konzentration im Defensivverhalten vermissen und schlossen mit dem 1:4 das „Null-Punkte-Wochenende“ ab.

DÜSSELDORF - Zwei Powerplay-Tore nach Rebounds und zwei Kontersituationen brachten die Iserlohn Roosters am Sonntag um ihre Chance in Düsseldorf und besiegelten das Null-Punkte-Wochenende der Sauerländer. Die DEG siegte aufgrund individueller Fehler der Sauerländer verdient mit 4:1 (2:0, 2:0, 0:1).

Als die Sauerländer die ersten Minuten des Auftaktdrittels hinter sich gebracht hatten, war es ihr Spiel. 60, vielleicht 70 Prozent Scheibenbesitz sprechen eine deutliche Sprache, trotzdem lag das Mason-Team nach 20 Minuten 0:2 hinten. Die Ursachen: Ein Stürmer, der vor dem eigenen Tor für den Bruchteil einer Sekunde Bostrom aus den Augen verlor, der einen Rebound zum 1:0 nutzte (3.). Treffer zwei der DEG fiel aus einem Konter, den Martinsen aus vollem Lauf mit einem unglaublich platzierten Schuss ins obere linke Eck abschloss (20.). Dazwischen lag pure Iserlohner Dominanz und Chancen durch Wolf (in Unterzahl), Raedeke (leeres Tor) und Sertich (Pfosten). Probleme blieben das Feintu-ning und Bobby Goepfert, der starke DEG-Keeper.

Wegen seiner Qualität brachten die Sauerländer auch im Mittelabschnitt trotz teils drückender Überlegenheit den Puck kein einziges Mal ins DEG-Tor unter. Düsseldorf machte es deutlich besser, traf im Doppelpack, binnen 142 Sekunden. Erst nutzte Mondt einen Rebound vor Ersberg (Parallele zum 1:0), dann machte es Bostrom wie vorher Martinsen beim Konter zum 2:0 – (25./28.) – 4:0. Erneut war dem Torhüter kein Vorwurf zu machen, die Defensivleistung der Roosters war einfach zu schwach. Hinzu kamen natürlich zu viele Strafminuten, die einmal mehr die obligatorischen Reihen sprengten. Nach den Gegentreffern entschied Trainer Mason, Torwart-Neuzugang Ersberg herauszunehmen und brachte Schroth. Zweiter „Gewinner“ dieser Entscheidung: Plötzlich agierten die Sauerländer deutlich konzentrierter in der Rückwärtsbewegung. Doch, wenn man hinten stabilisiert, vorn keine Tore macht, ist die Wende nicht zu schaffen.

Der erneute Torwartwechsel im Schlussabschnitt (Manager Mende: „Wir wollten die Partie noch gewinnen“) hatte Masons Kalkül unterstrichen, mit der Schroth-Einwechselung nur die Vorderleute wachrütteln zu wollen.

So durfte der Schwede zu Beginn des letzten Drittels in Unterzahl einen noch höheren Rückstands seines Teams verhindern, auf der Gegenseite landete die Scheibe aber nur noch bei einem DEG-Eigentor nach einem Foster-Schuss im Netz. - MiHei

DEG: Goepfert – Paris, Hotham; Zanetti, Ebner; Mapes, Klingsporn – Olimb, Kreutzer, Martinsen; Long, Bostrom, Calovi; Fischbuch, Strodel; Preibisch; Neugebauer, Mondt, Daxelberger

Roosters: Ersberg (ab 27:21) Schroth (ab 40:01) Ersberg – Jares, Gödtel; Raymond, Teubert; Orendorz, Brennan – Sertich, Wolf, York; Foster, Giuliano, Frosch; Fischhaber, Hommel, Kopitz; Raedeke, Macek

Schiedsrichter: Jablukov (Berlin), Yazdi (Herne)

Tore: 1:0 (02:34) Bostrom (Ebner, Long/5:4), 2:0 (19:51) Martinsen (Kreutzer) , 3:0 (24:59) Mondt (Martinsen, Paris/5:4), 4:0 (27:21) Bostrom (Long), 4:1 (55:54) Foster (Sertich, Kopitz)

Strafen: DEG: 0 + 10 (Hotham, Olimb); Roosters: 4 + 10 (Hommel, Teubert, Jares)

Zuschauer: 4557

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