„Duell der vielen Freunde“ am Nattenberg

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Für RW Lüdenscheid ist die Saison mit drei Pflichtspiel-Siegen prächtig angelaufen. Mit dem Kiersper SC stellt sich am Sonntag eine allerdings sehr hohe Hürde in den Weg.

Lüdenscheid - Die Momentaufnahme an der Bezirksliga-Tabellenspitze ist für Fußball-Bezirksligist Rot-Weiß Lüdenscheid ungewohnt, und deshalb umso schöner.

Damit es allerdings keine Momentaufnahme bleibt, ist für die Sadowski-Schützlinge am Sonntag (15 Uhr, Nattenberg-Kunstrasen) freilich ein weiterer Erfolg über den Kiersper SC notwendig.

Das aber ist leichter gesagt als getan, denn mit dem Kreisrivalen kommt nicht irgendwer daher, sondern jene Mannschaft, die in den vergangenen beiden Spielzeiten erst auf der Saisonzielgeraden die scheinbar sichere Landesligarückkehr noch verspielten.

Versäumtes, das Neu-Trainer Andreas Wieczorek am Felderhof gern nachholen würde und er hat eine zweifellos starke Mannschaft beisammen, aber die Zahl der Bewerber um den Auftsieg ist auch noch nie so groß gewesen in der Spielzeit 15/16. Dennoch bleibt der KSC ein heißer Kandidat, daran ändert auch nichts, dass er für die kommenden Monate auf zwei wichtige Leistungsträger wie Spielgestalter Kalman und Torjäger Thomas verzichten muss.

Denn das KSC-Aufgebot ist in diesem Jahr breiter und auch leistungsdichter aufgestellt als zuletzt. Dazu hat nicht zuletzt auch RWL beigetragen, wechselten doch mit Stürmer Lukas Finke und Mittelfeldmotor Richard Dissing die beiden größten Nachwuchstalente aus der A-Juniorenmannschaft zum Felderhof.

Dass dort zudem mit Philipp Stumpf, Astrit Morina und Timo Eick drei weitere Bergstädter und mit Baris Moumin, Francesco Inchingoli und Marco Carbotta sogar noch drei Ex-Rot-Weiße spielen, verleiht dem Derby noch mehr Feuer. „Das wird brutal schwer, auch ohne Andreas Kalman und Jan Thomas, die wir gut kennen und denen wir natürlich beste und schnelle Genesung wünschen“, verweist auch RWL-Coach Marco Sadowski auf den verbreiterten KSC-Kader und sagt: „Kierspe hat ganz andere Ambitionen als wir und ist klar der Favorit.“

Dennoch will er sich mit den Gastgebern natürlich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen: „Wir wollen zumindest einen Punkt. Vielleicht kommt uns der frühe Termin des Duells etwas entgegen, weil es bei uns schon rund läuft“, rechnet er sich und seinen Mannen durchaus Chancen aus, zumal auch die letzten Aufeinandertreffen häufig genug Spitz auf Knopf standen.

Natürlich tut den Rot-Weißen der Ausfall von Kapitän Katsaros (Muskelfaserriss) weh, doch Sadowski nutzte die Pokalaufgabe beim Post SV, um mit Gürkan Besirlioglu und Mark Sattler eine erfolgversprechende Innenverteidiger-Besetzung einzuspielen. Allerdings wirft das Pokalduell aufgrund recht harter Post-Gangart auch zwei Fragezeichen auf: Timo Sommer (Leistenprobleme) und Yasin Güzelcümbüs (Achillessehne) sind angeschlagen, Letzterer wäre sicher erstmals auch ein Startelf-Kandidat.

Immerhin: In der Offensive hat Sadowski einige Alternativoptionen: „Matze“ Urbas ging am Mittwoch über 90 Minuten, Dario Mazzola biss sich im nicht einfachen Duell mit Burim Aliu weitgehend durch und auch Patrick Klatt meldete sich nach dem Urlaub und Einwechslung mit zwei Treffern zurück. Und ins „Duell der vielen Freunde“ geht RWL mit breiter Brust ...

RWL: Brackmann, Forkel - Dunkel, Sattler, Besirlioglu, Ndoumi Kemadjou, Maatalla, Vassos, Scheerer, Sommer (?), El Alami, Güzelcümbüs (?), Schönrath, Klukowski, Urbas, Adams, Mazzola, Klatt, Jindou

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