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Der Druck lastet allein auf der SGSH

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Erkältet: Jan Stuhldreher.
Erkältet: Jan Stuhldreher.

SCHALKSMÜHLE – Es kommt auf den Blickwinkel an. Einerseits gastiert am Samstag um 19.30 Uhr am Löh der Tabellenvorletzte der 3. Liga West, der wohl keine Chance mehr hat, die Klasse zu halten. Andererseits ist die HSE Hamm amtierender Westfalenmeister – eigentlich ein Titel, der für Qualität steht. „Ich habe die Hammer von Anfang an anders eingeschätzt“, sagt Mathias Grasediek, Trainer der SG Schalksmühle-Halver, „für uns ist es eigentlich aber auch ganz egal, welcher Gegner kommt. Es geht in unserer Situation sicherlich keiner hin und unterschätzt irgendwen.“

Intensiv gesprochen worden sei in der Trainingswoche, berichtet der Diplom-Sportlehrer aus Herdecke. Das jüngste 20:25 gegen Uerdingen und die Negativ-Serie von 1:15-Zählern in Folge haben ihre Spuren hinterlassen. Nach diesen Gesprächen hat der Coach eine „Jetzt-erst-recht-Stimmung“ im Team ausgemacht. „Ich bin mir ganz sicher, dass wir gegen Hamm eine ganz andere Mannschaft auf dem Eis sehen, einen anderen Spirit“, sagt er, „die Jungs haben verinnerlicht, dass sie um jeden Zentimeter kämpfen müssen, wenn sie in der 3. Liga die Klasse halten wollen.“

Die nächste Woche wird für die SGSH richtungsweisend. Im Heimspiel gegen die HSE ist bei allem Respekt vor dem Gegner ein Sieg Pflicht. Danach wartet am Mittwoch das Nachholspiel bei Ahlen-Hamm II und am Samstag die Reise nach Minden. Rechenspiele, wie viele Punkte die SGSH aus diesen Partien benötigt, verweigert sich der Trainer. „Das habe ich im Positiven nicht gemacht, das mache ich auch jetzt nicht“, sagt er, „wir müssen uns erst einmal Selbstvertrauen zurückholen, müssen das Quäntchen Glück, das uns zuletzt gefehlt hat, erzwingen.“ Trotz der Negativ-Erlebnisse bleibt Grasediek kämpferisch. „Wir haben vier Punkte Rückstand. Die sind aufzuholen“, sagt er, „wenn es erst am letzten Spieltag gelingt, dann gelingt es eben erst am letzten Spieltag.“

Der Kader SGSH ist heute komplett. Allerdings war die Trainingswoche holprig: Daniel Buff (studienbedingt), Thomas Hitzemann (beruflich bedingt), Jan Stuhldreher (erkältet) und Christian Feldmann (angeschlagen) haben nur eingeschränkt trainiert.

Beim Gast fehlt Sören Feldmann (Verdacht auf Kreuzbandriss), für ihn rückt Stefan Hartmann wieder in den Kader. Die Hammer haben die Saison zwar abgehakt, aber trotzdem den Ehrgeiz, dem einen oder anderen Favoriten ein Bein zu stellen. „Wir haben überhaupt keinen Druck“, sagt Trainer Micky Reiners und will die Verunsicherung der SGSH nach 1:15-Zählern nutzen, „jeder, der noch um den Klassenerhalt kämpft, muss gegen uns gewinnen. Ein Punktverlust gegen uns wäre fatal.“

Im Hinspiel übrigens war die HSE nah dran an einem Punktgewinn. 16:12 führte sie da zur Halbzeit. Am Ende gewann die SGSH zwar 34:32 – trotzdem war es für das Grasediek-Team ein Spiel, das für den Samstagabend Warnung genug sein sollte.

Thomas Machatzke

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