Drolshagens Sieg erhöht Druck auf den SC Lüdenscheid

Drolshagens Sieg erhöht Druck auf den SC Lüdenscheid

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Fehlt im Abstiegskampf gegen den Gast aus Klafeld-Geisweid nach der fünften gelben Karte: Daniel Schwenck.

Lüdenscheid - Trotz „Rückeroberung“ der roten Laterne zum Wehberg hat Jörg Schreyer, gemeinsam mit Michael Dolezych Trainer des Bezirksligisten SC Lüdenscheid, seinen Humor noch nicht verloren.

Von Jörg Hellwig

„Wir müssen nach vorn schauen. Nach hinten geht ja auch nicht, da ist nichts mehr“, sagt er dem drohenden Abstieg auch vor dem wichtigen Kellerduell mit dem traditionsreichen VfL Klafeld-Geisweid (Sonntag, 15 Uhr, LüWo-Arena am Wehberg) weiter den Kampf an.

Der Druck auf den Sport-Club ist durch den Sieg Drolshagens im vorgezogenen Punktspiel gegen den Tabellenzweiten aus Ottfingen (5:4) noch einmal größer geworden. „Das zeigt auch einmal mehr ganz klar, dass in dieser Liga fast alles möglich ist und dass du höchste Konzentration aller Kräfte benötigst, um da unten rauszukommen“, nordet Schreyer die Kicker darauf ein, dass die Einstellung bei allen Akteuren stimmen muss, um sich aus dem Tabellenkeller verabschieden zu können. Genau daran hatte es allerdings beim 2:4 in Niederschelden gehapert. „Nur unserer Offensive war überhaupt kein Vorwurf zu machen“, bilanzierte der Coach, der den verschossenen Elfmeter Daniel Schwencks verteidigte: „Der war gut geschossen, aber der Keeper hat hervorragend gehalten.“ Der SC hat mit schonungsloser Einzelkritik im Training reagiert, von allen Akteuren das Bekenntnis zum neuen Fokussieren auf die Ziele bekommen.

Bloß personell sieht’s alles andere als optimal aus: Die angeschlagenen Dominik Schwenck und Yilmaz fehlen ebenso wie der gelb-gesperrte Daniel Schwenck. Mithin ist der SC seiner brüderlichen Flügelzange beraubt, Fragezeichen stehen auch noch hinter den Einsätzen von Göttle (Knie) und Marvin Schreyer (Muskelverletzung). Immerhin stoßen dafür König, Liakopoulos und Moumin wieder zum Kader.

Beim vielfach mit langen Bällen arbeitenden Team des früheren Lüdenscheider Rot-Weiß-Zweitligaspielers Klaus Schmidt verdienen die schnellen Offensivkräfte Kneisel und Schölzke, Yildiz und der bullige Angreifer Özer höchste Beachtung. - jig

SCL: Goldbach, Brongkoll – Schmidt, Wohlpart, Liakopoulos, Ma. Dolezych, Schreyer (?), Der, König, Pinto, Mi. Dolezych, Moumin, Lüthy, Stenmans, Göttle (?)

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