Ein bisschen Derby, ein bisschen Finale 

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Will gegen seinen Ex-Klub den Klassenverbleib mit der SG Schalksmühle-Halver am Samstagabend in der Sporthalle Mühlenstraße endgültig festklopfen: Julian Mayer.

Halver - Es ist eine Partie mit Endspielcharakter – allerdings allen voran für die Gäste: Wenn die SG Schalksmühle-Halver am Samstagabend um 19.30 Uhr an der Mühlenstraße den HS Gummersbach/Derschlag II empfängt, dann geht es für die Gäste schon um alles. Für die SGSH dagegen ist es vor allem eine große Chance, die Weichen endgültig auf Klassenerhalt zu stellen.

Zunächst zu den Zahlen und Fakten: Als Viertletzter hat die SGSH aktuell drei Punkte Vorsprung vor dem Drittletzten aus Soest und vier Punkte vor den Oberbergischen, die als Tabellenvorletzter nach Halver anreisen. Das bedeutet: Gewinnt die SGSH, so wären es sechs Zähler auf Gummersbach II – angesichts des dann gewonnenen direktes Vergleichs wäre ein Verfolger abgeschüttelt. Sollte Soest zudem in Lemgo verlieren, so wäre der Klassenerhalt bei fünf Punkten auf einen Abstiegsplatz und drei ausstehenden Spielen noch nicht theoretisch, wohl aber praktisch sicher.

 Für die Gummersbacher spielt derweil auch der Blick auf den drittletzten Platz eine Rolle, denn die Drittletzten dürfen nach den Erkenntnissen der Woche noch in eine Saisonverlängerung, die gleichwohl selbst im Erfolgsfall nichts garantieren würde. Die Abstiegsrelegation ist eine vorsorgliche, im wahrsten Sinne des Wortes. Den viertletzten Platz haben die Oberbergischen indes noch nicht abgeschrieben. „Es ist einfach unser Schlüsselspiel. Wir brauchen zwei Punkte aus diesem Spiel“, sagte Jörg Lützelberger, der inzwischen beim HS Trainer ist, gegenüber dem Internet-Portal „Oberberg aktuell“. Im Hinspiel hatte noch Michiel Lochtenbergh das Kommando gehabt. Apropos Hinspiel: Das gewann die SGSH in der Schwalbe-Arena 22:19. „Ein Sieg mit drei Toren Vorsprung“, präzisiert Lützelberger seine Wünsche. Ein gewonnener direkter Vergleich wäre für den Gast entscheidend, wobei ein 21:18-Sieg nicht ausreichend wäre – die torreichere Variante ist derweil die wahrscheinlichere…

Die SGSH hat mit dem Rückenwind zweier Siege (gegen Longerich und in Aurich) anderes im Sinn – eine kleine Serie, denn das wären drei Siege in Folge wohl. „Das Gefährliche an diesem Gegner ist, das man nicht weiß, wer auflaufen wird“, sagt SGSH-Dragan Markovic. Zuletzt beim 40:19-Kantersieg gegen den ATSV Habenhausen war Tobias Schröter aus dem Bundesliga-Kader des VfL bester Torschütze, auch Florian Baumgärtner ist seit Wochen beim HS dabei – er war vor der Saison aus der Schweiz geholt worden und danach vor allem als Spieler für Kooperationspartner TuS Ferndorf in der 2. Bundesliga aktiv. Mit Baumgärtner, Curcic und Schröter hat die Gummersbacher Reserve natürlich vor allem eine ganz starke rechte Angriffsseite, die die SGSH fordern dürfte.

 Fehlen werden beim Gast dagegen die verletzten Bader, Heyme und Jaeger – dazu weilt ten Velde bei der Nationalmannschaft. Dragan Markovic setzt derweil darauf, dass die SGSH an ihren sehr ordentlichen Auftritt in Ostfriesland anknüpft. „Das war gut, aber es gibt natürlich immer noch was zu verbessern“, sagt Markovic und hat unter der Woche weiter Gas gegeben im Training. Gewonnen hat der bosnische Nationalcoach nun dreimal mit der SGSH, was er sich wünscht nach den Zitterpartien gegen Longerich und in Aurich wäre nun auch, dass sein Team noch konsequenter auftreten würde – mehr Konstanz, weniger Zittern. Wenn es indes wieder ein Zittersieg würde am Ende, die SGSH würde auch diesen gerne nehmen…

Das Spiel gegen Gummersbach ist zwar für die SGSH kein richtiges Derby, aber ein besonderes Spiel ist es durchaus: Mit Malte Müller, Julian Mayer und Nicholas Plessers sind drei Ex-Gummersbacher im SGSH-Kader. Auf alle drei setzt SGSH-Coach Dragan Markovic am Samstagabend. „Auch Nicholas wird es schaffen“, hofft der Bosnier darauf, dass der belgische Nationaltorwart nach seiner leichten Gehirnerschütterung, die er nach einem Kopftreffer aus Aurich mitgebracht hat, bis zum Spiel fit sein wird. Falls nicht, so würde der lettische Routinier Mareks Skabeikis an die Seite von Dominik Formella rücken. Fehlen wird am Samstag weiterhin Florian Diehl (Knochenhaut-Entzündung), eher unwahrscheinlich dürfte am Samstag auch die Rückkehr von Maciej Dmytruszynski nach seiner Gehirnerschütterung sein.

 SGSH:  Formella, Plessers (?), Skabeikis (?) - Eigenbrodt, Ludwig, Weßeling, Dmytruszynski (?), Mayer, Ruskov, Eskericic, Luciano, Müller, Jansen, Wardzinski

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