SGSH offenbart weiterhin noch einige Baustellen

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Kreisläuferduell: Der ehemalige Gevelsberger im SGSH-Dress, Dominic Luciano, im Zweikampf mit seinem bärenstarken HSG-Widersacher Rafael Dudczak (rechts).

Gevelsberg - Zwei Wochen und ein Testspiel vor dem Saisonstart gegen die HSG Lemgo II hat die SG Schalksmühle-Halver ihr Meisterschaftsform noch nicht gefunden.

Am Sonntagabend setzte sich der Drittligist zwar 32:25 (14:15) beim Oberligisten HSG Gevelsberg-Silschede durch, tat sich dabei aber eine Dreiviertelstunde sehr schwer.

Die Gevelsberger hatten sich die SGSH für ihre Saison-Eröffnung eingeladen – es war der Abschluss eines langen Turnierwochenendes. Und sie hatten Lust auf diesen Test, nachdem sie am Freitagabend beim Verbandsligisten OSC Dortmund nach einer 13:5-Pausenführung noch knapp verloren hatten.

Die SGSH legte zwar binnen 60 Sekunden eine 2:0-Führung vor, doch was dann folgte, war kein Auftritt wie aus einem Guss, eher war er eine Bestätigung der Baustellen, die es vor dem Start noch gibt.

Es mangelt an der geistigen Frische

Unter Leitung der Referees Hopp und Salomo aus Dortmund durften die Gastgeber zwar bis an die Schmerzgrenze lange Angriffe fahren, die Nickerchen der SGSH-Defensive, die sich immer wieder ins Spiel einschlichen, entschuldigte dies indes nicht. Die geistige Frische – allen voran im Spiel gegen den starken Dudczak am HSG-Kreis – fehlte wie zuletzt. Dazu kam indes, dass die SGSH gegen einen sehr engagiert verteidigendes Müller-Team zu viele Chancen ausließ. Oder anders ausgedrückt: Dass der Schalksmühler Patrick Huhn im Gevelsberger Tor der auffälligste Akteur der ersten 30 Minuten war. So war es jedenfalls ein Spiel auf Augenhöhe, in dem dem kleinen Brockhaus mit der Pausensirene die 15:14-Führung für die HSG gewann. Gevelsberg hatte eine Halbzeit gegen den Drittligisten gewonnen – das freute die rund 250 Zuschauer in der Sporthalle West.

Hausherren gehen die Kräfte aus

Bis zum 19:20 (40.) reichte nach der Pause die Kraft der Gastgeber. Nach dem 19:23 (42., Dmytruszynski) nahm Jörg Müller eine Auszeit und tauschte den Keeper, was die HSG erheblich an Defensiv-Qualität kostete. Die SGSH kam nun auch aus dem Rückraum über Eskericic und Weßeling zu vielen und ein bisschen zu leichten Toren. Dazu kam, dass Dominik Formella eine prima Vorstellung zwischen den Pfosten bot, die HSG am Ende vier Siebenmeter verwarf. So zog die SGSH im letzten Abschnitt des Spiels noch davon. Der Gesamteindruck blieb gleichwohl als durchwachsen. Bis zum Start gegen die Bundesliga-Reserve aus dem Lipperland bleibt noch Arbeit. Wohl dosiert, damit die Müdigkeit einer neuen Frische weicht...

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