Roosters treffen im Viertelfinale auf Nürnberg

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Zum Hauptrundenabschluss unterlagen die Iserlohn Roosters am Sonntag den Kölner Haien.

Iserlohn - Am Ende steht nach 52 Spieltagen ein grandioser dritter Platz. Aufgrund einer 0:1-Niederlage am Sonntag im Heimspiel gegen die Kölner Haie mussten die Iserlohn Roosters zwar Rang zwei noch an die Eisbären Berlin abtreten, Trauer herrschte deswegen am Seilersee aber nicht.

Im Playoff-Viertelfinale der Deutschen Eishockey Liga geht es jetzt ab dem 16. März gegen die Nürnberg Ice Tigers – nicht unbedingt ein „Schokoladengegner“ der Sauerländer in dieser Spielzeit.

Abschnitt eins im Westderby war geprägt von taktischen Scharmützeln, gefährliche Torszenen hatten absoluten Seltenheitswert. Hinten räumten die Sauerländer alles aus dem Weg, standen sicher in der Defensive, vorn hatte Friedrich die beste Möglichkeit, als er im ersten und einzigen Powerplay der Blau-Weißen aus zwei Metern an Dshunussow scheiterte. Bemerkenswert die Anzahl der Strafminuten: 50 Prozent des ersten Drittels waren die „Special-Teams“ auf dem Eis, einmal das Iserlohner Powerplay, vier Mal das Penaltykilling. Das Unparteiischen Bauer/Schütz pfiffen jede Kleinigkeit ab, ließen keine Härte zu. Sonderlich intensiv ging es auf dem Eis aber ohnehin nicht zu.

Darum waren die Iserlohner aber nach Wiederbeginn bemüht. Immer und immer wieder rannten sie an, scheiterten aber an der Abwehr oder Torhüter Dshunussow. 19:3-Schüsse im Mittelabschnitt beweisen die Dominanz der Blau-Weißen, allein der Torerfolg blieb aus, auch der fehlenden Konsequenz der Iserlohner Angriffe wegen. Die Gäste machten es besser, nutzten einen Iserlohner Fehler gnadenlos aus: York gab vor einer Wechselsituation die Scheibe über die Bande zu Button, der, anstatt die Scheibe hart über die Bande raus zu befördern, den Puck nur schlenzte. Lalonde fing den Puck ab, deutete einen Schuss an, lockte Pickard aus seinem Kasten, spielte aber den Pass auf Weiß, der ins leere Tor traf – 0:1 (37.). Insgesamt war der IEC um den Ausgleich bemüht, das Team aber brachte sich durch die zahlreichen Unterzahlmomente und der deshalb etwas fehlenden Spritzigkeit selbst aus dem Konzept.

Pech hatte Petersen nach fünf Minuten im Schlussdrittel, als er nur den Innenpfosten traf. Auch Sylvester hatte den Ausgleich auf dem Schläger, schlug nach einem York-Zuspiel aus zentraler Position jedoch über den Puck (46.). Bemüht waren die Sauerländer bis zum Schluss, aber es haperte an der Feinjustierung. So gilt jetzt die ganze Konzentration der Vorbereitung auf Nürnberg.

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