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DM-Titel verteidigt: Sektdusche für Jessica von Bredow-Werndl

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Sektdusche für DM-Siegerin Jessica von Bredow-Werndl (Mitte).

Vor dem Sprung auf das Siegertreppchen gab es noch ein Küsschen für Erfolgsstute Dalera: Jessica von Bredow-Werndl aus dem bayrischen Tuntenhausen und ihr Pferd Dalera haben bei den Deutschen Meisterschaften in der Dressur den Titel im Grand Prix Special verteidigt. Mit 84,883 Prozent lag die Mannschafts-Weltmeisterin wie schon im Grand Prix am Donnerstag vor der sechsmaligen Olympia-Siegerin Isabell Werth und Bella Rose (83,902). DM-Bronze ging an Team-Olympiasiegerin Dorothee Schneider aus Framersheim und Showtime (80,274).

Update vom 4. Juni, 20.06 Uhr: Balve - Neue und alte Deutsche Meisterin hört sich gut an“, strahlte von Bredow-Werndl, die nach der offiziellen Meisterehrung von Werth und Schneider ordentlich mit Schampus begossen wurde und das prickelnde Bad sichtlich genoss. Das phasenweise sonnengeflutete Viereck von Wocklum war am Freitag erneut ihre große Bühne. Eine Bühne aus Sand, auf dem sie Dalera eindrucksvoll und voller Leichtigkeit zur Goldmedaille trug. Dass das Traumpaar ihr bisheriges und in München aufgestelltes Rekordergebnis im Special übertraf, rundete einen perfekten Tag für die 35-Jährige ab. So schmeckt ihr der Sommer, der in diesem Jahr mit den Olympischen Spiele in Tokio sowie den Europameisterschaften in Hagen bei Osnabrück noch zwei Saison-Highlights parat hält. Das Ticket für Tokio dürfte die Bayerin schon sicher haben...

„Ich bin total glücklich, wie toll Dalera drauf ist“, lächelte die DM-Siegerin mit funkelnden Augen. Mit Blick auf die kommenden Aufgaben aber hielt sie sich zurück und genoss einfach nur den Moment des Erfolges. „Ich mache mir keine Gedanken darüber, was mir dieses Jahr noch bringen kann. Ich werde einfach gut reiten“, sagte die Mannschafts-Weltmeisterin, die am Samstag (12 Uhr) in der Kür natürlich erneut ganz oben auf dem Treppchen stehen und Titelverteidigerin Isabell Werth entthronen möchte.

Werth, die erfolgreichste Dressur-Reiterin aller Zeiten, war im Special am Freitag mit der 17-jährigen Stute Bella Rose nah dran an Jessica von Bredow-Werndl und damit an ihrem 17. DM-Titel, gegen Ende der Prüfung aber unterlief ihr ein Patzer in den Galoppwechseln. „Ich war gut drin und dachte, dass Ding ist zuhause. Aber das war es eben nicht. Das ist wie beim Springen, der letzte Sprung gehört auch noch dazu“, sagte die 51-Jährige aus Rheinberg, die aber keineswegs unzufrieden wirkte. Im Gegenteil: „Das war von gestern ein Riesenschritt nach vorne. Man sieht, das ganze Pferd ist schon wieder runder und mehr präsent. Heute waren Passage und Piaffe schon sehr gut, der Trab auch sehr gut und die Anlehnung insgesamt viel stabiler als gestern. Jetzt braucht sie nur noch etwas Kraft und zwei, drei Prüfungen, dann hoffe ich, dass wir die alte Form wiederhaben“, lobte die Dressur-Königin ihre Bella. Und auch für Zweitpferd Quantaz, mit dem sie in der Prüfung mit 83,490 Prozent Dritte wurde, fand sie lobende Worte. Da in der Meisterschaft aber nur eine Platzierung je Reiter gewertet wird, durfte sich die viertplatzierte Dorothee Schneider mit Showtime über die Bronzemedaille freuen.

Dressur-Bundestrainerin Monica Theodorescu freute sich ebenfalls – und zwar über das insgesamt hohe Leistungsniveau im Viereck. „Alle Reiter zeigen sich in sehr, sehr guter Form“, sagte Theodorescu, „wir haben hier wirklich kein Pferd-Reiter-Paar gesehen, das nicht zur Deutschen Meisterschaft gehört.“

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