Das Aus einer Traditionsveranstaltung

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Die 19. Auflage des Drei-Königs-Pokals wird als die letzte in die Geschichte eingehen. Der TC Terpsichore Lüdenscheid verzichtet künftig auf die Austragung eigener Turniere.

Kreisgebiet - Im Januar dieses Jahres glitten die Paare beim 19. Drei-Königs-Pokal noch harmonisch und mit eleganter Leichtigkeit über das Parkett des altehrwürdigen Saals im Haus Lennestein in Altena. Es war ein prächtiges Bild, das es zukünftig im Lennetal nicht mehr geben wird.

Das Haus Lennestein ist ohnehin geschlossen und das schicke und traditionsreiche Turnier des TC Terpsichore Lüdenscheid Geschichte. Nicht nur in 2016, sondern womöglich für immer.

„Es wird in Zukunft keineTanzturniere des TC Terpsichore Lüdenscheid mehr geben“, betont Michael Malzer. Es ist ein Satz, der dem Sportwart des Tanzclubs hörbar schwer über die Lippen kommt. „Es ist wirklich sehr, sehr schade. Wir hätten gerne nochmal den Drei-Königs-Pokal ausgerichtet – es wäre schließlich das 20. Turnier gewesen“, so Malzer. Zum Jubiläum dieser in der Vergangenheit so stimmungsvollen Tanzveranstaltung mit oft hochkarätigen Paaren wird es also nicht kommen.

Und auch den Osterpokal in Werdohl-Bärenstein wird der TC Terpsichore Lüdenscheid nicht mehr austragen. Schon in diesem auslaufenden Jahr verzichtete der Verein hauptsächlich aus Kostengründen auf die Austragung dieses Turniers, das seine 25. Auflage ebenfalls nicht mehr erleben wird. Wer zukünftig Tango, Wiener Walzer, Slow Foxtrott oder Quickstepp auf hohem Niveau sehen will, wird weit fahren müssen.

Als Hauptgrund für das Aus der Terpsichore-Traditionsveranstaltungen nennt Michael Malzer die Kosten. „Die Austragung des Drei-Königs-Pokal hätte mehr als 4000 Euro gekostet“, sagt Malzer. Die kostenintensiven Vorgaben und Richtlinien des Deutschen Tanzsportverbandes seien für kleine Vereine kaum noch zu stemmen. Der leidenschaftliche Sportwart legt großen Wert darauf, dass natürlich weiterhin beim TC Terpsichore getanzt werde: „Und wir werden auch weiter an Turnieren teilnehmen. Wir richten nur eben kein eigenes mehr aus.“

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