Eishockey, DEL

Drei Ausfälle sind zu viel: Roosters kassieren erste Saison-Niederlage

Roosters-Spieler Torsten Ankert im Portrait
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Erste Roosters-Niederlage der Saison: Als Torsten Ankert (Foto) und Jens Baxmann nach 43 Minuten auf die Strafbank mussten, zog Bremerhaven von 2:1 auf 4:1 davon. Davon erholten sich die Gäste an der Nordsee nicht mehr.

Ohne Friedrich, O’Connor und Hoeffel kassierten die Iserlohn Roosters am Dienstagabend in der DEL bei den Fischtown Pinguins in Bremerhaven die erste Niederlage in dieser noch jungen Saison.

Bremerhaven – Im letzten Match des Jahres liefen die Roosters und die Fischtown Pinguins Bremerhaven als Gastgeber der Partie alles andere als in Bestbesetzung auf. Fehlten bei den Blau-Weißen mit Friedrich, O’Connor und Hoeffel drei Akteure, so mussten die Hausherren mit Fortunus, Friesen, Sykora und Reisinger gleich vier Leistungsträger ersetzen. Das gelang ihnen besser – am Ende feierten die Seestädter einen 5:2 (1:0, 1:1, 3:1)-Sieg.

Wer an der Nordsee gewinnen will, muss Tore in den ersten zehn Minuten und auch im gegnerischen Powerplay vermeiden. Gelingt es, hat man in der Regel eine Chance. Den Roosters gelang es nicht.

Nur 22 Sekunden waren gespielt, als Andy Jenike zum ersten Mal hinter sich greifen musste. Kroogsgaard hatte von der blauen Linie geschossen, Jenike war die Sicht verdeckt, so hüpfte die Scheibe über seinen Schoner ins Tor. Eine unglückliche Situation, die der Torwart nicht allein zu verantworten hatte.

Drei Ausfälle sind zu viel: Roosters kassieren erste Niederlage

Dass es auch nach 20 Minuten bei diesem knappen Rückstand blieb, war der guten Deckungsarbeit der Sauerländer zu verdanken, die eine Unterzahl recht souverän überstanden und nur drei oder vier hundertprozentige Gelegenheiten der Nordseestädter gegen sich hatten. Offensiv aber fand das Team vom Seilersee zu wenig statt. Fleischer hatte zwar zwei Möglichkeiten vor Tomas Pöpperle, in beiden Situationen aber blieb der gegnerische Goalie Sieger.

Der Mittelabschnitt wurde aus Gästesicht besser: Bremerhaven hatte deutlich weniger Offensivmomente, ließ den Sauerländern auch im eigenen Drittel mehr Raum. So steigerte sich das O’Leary-Team, hatte nach einem schönen Pass von Bailey Sutter vorm Tor, der allerdings bei seinem Abschlussversuch scheiterte (29.). Vier Minuten später – Raymond saß für die Roosters auf der Strafbank – kamen die Bremerhavener im Powerplay durch Mauermanns Schuss zum 2:0.

Doch auch jetzt ließen sich die Iserlohner nicht verrückt machen, arbeiteten weiter und waren ihrerseits plötzlich zum ersten Mal mit einem Mann mehr auf dem Eis: Baxmann sah Lautenschlager auf der Grundlinie, Raedeke hatte Raum zwischen den Bullypunkten, bekam den Pass und hämmerte die Scheibe ins obere rechte Eck. Ein wunderschönes Tor, das die Sauerländer im Match hielt (37.) und alle Chancen für das Schlussdrittel ließ.

Doppelschlag durch Jeglic und Wahl macht alles klar

Die letzten Sekunden des Mittelabschnitts und di eersten des Schlussdrittels bestritten die Sauerländer in Unterzahl. Raedekes Hinausstellung aber nutzten die Nordseestädter nicht. Was da aber nicht klappte, sollte den Pinguins wenige Minuten später gelingen – und zwar im Doppelpack. Baxmann und Ankert saßen draußen, als erst Jeglic in Überzahl und dann Wahl kurz nach Ende des zweiten Powerplays für Bremerhaven trafen (43./45.). Nur 116 Sekunden lagen zwischen den beiden Treffern.

Zwar intensivierten die Sauerländer noch einmal ihr Offensivbemühungen, hatten Chancen durch Fleischer und Raedeke, nutzten sie aber nicht. Das 2:4 gelang allerdings dann doch, in Überzahl durch Ryan Johnston (54.). Auch Greniers Lattenkracher vier Minuten vor Schluss hätte den direkten Anschlusstreffer verdient gehabt, fiel aber nicht. Und so setzten die Gastgeber 2:53 Minuten vor dem Ende durch Wahl den entscheidenden Schlag zum 5:2.

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