Grünenbaum geht auf's Ganze - Kein Spalier für den Meister 

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Jubeln möchten die Grünenbaumer auch am Sonntagnachmittag wieder.

Kreisgebiet - Nackter Überlebenskampf auf dem Kreisch und Prestigeduell gegen den Aufsteiger am Nattenberg: Die Aufgaben für die Staffel-6-Bezirksligisten TuS Grünenbaum und Rot-Weiß Lüdenscheid haben es noch einmal in sich.   

TuS Grünenbaum - SV Deilinghofen-Sundwig (Sonntag, 15 Uhr, Kreisch): Seit dem vergangenen Sonntag ist der Abstiegskampf offener denn je: Die letzten drei Mannschaften der Tabelle, von denen es am Ende zwei „erwischen“ wird, liegen nach Punkten gleichauf. Und wäre die Saison jetzt beendet, wäre der TuS Grünenbaum gerettet, denn die Halveraner haben gegenüber der Konkurrenz aus Deilinghofen und Letmathe die bessere Tordifferenz.

Diese Momentaufnahme freut Niko Douros natürlich, doch der TuS-Trainer wird vor dem so wichtigen direkten Duell mit Deilinghofen-Sundwig nicht müde, zu betonen, dass der erstmalige Sprung ans rettende Ufer eben nur eine Momentaufnahme ist.

„Vor uns liegen noch vier Spiele – und in denen geht es darum, dass wir unser Spiel auch weiterhin so konsequent durchziehen“, tritt der Trainer die Euphoriebremse. Vor dem Endspurt ist dem im Winter zum Kreisch zurückgekehrten Coach nämlich nicht zuletzt eines klar: „Jetzt kommt auch der Kopf ins Spiel.“ Letzteres bei den Grünenbaumern dergestalt, dass ein Blick auf die Tabelle nun Gedanken hervorrufen könnte, die es in der monatelangen Zeit als Jäger schlichtweg nicht gab. Heißt: Nach dem erstmaligen Sprung ans rettende Ufer hat der TuS auf einmal etwas zu verlieren. Deshalb gibt Niko Douros seinen Schützlingen mit auf den Weg, weiter den eigenen Stärken zu vertrauen: „Durch andere Faktoren dürfen wir uns einfach nicht beeinflussen lassen!“

Gleichwohl ist die Rollenverteilung für die Partie eine für die Grünenbaumer in der Bezirksliga ungewohnte: Sie gehen als Favorit in die Partie. Denn während der TuS in der Rückrunde gute 15 Zähler gesammelt hat, befindet sich der Gast aus dem Nordkreis mächtig auf Talfahrt. Im gleichen Zeitraum sammelte er gerade einmal fünf magere Pünktchen und konnte vor Wochenfrist von Glück sagen, dass er das Heimspiel gegen RW Lüdenscheid (0:7) nicht zweistellig verlor. Unter neuer sportlicher Leitung – Ercan Linke löste im Nachgang des RWL-Debakels Andrea Mazzeo ab – hofft SVD nun darauf, den Turnaround irgendwie noch zu schaffen. An den grundsätzlichen Defiziten der Deilinghofener Elf dürfte indes auch der neue Trainer kaum etwas ändern können. Gerade im zentralen Defensivbereich wirkte sie gegen RWL doch sehr behäbig, für den TuS das Zeichen Tempo ins Spiel zu bringen.

TuS:  Kortmann, Hewakandamby – Gillmann, Hamel, Höngen, Neuhaus, Wand, Chamkha, Hense, Holthaus, Klahr, Kochta, König, Yilmaz, Eicker, Knuth

RW Lüdenscheid – SpVg Hagen 11 (Sonntag, 15 Uhr, Nattenberg-Kunstrasen):   „Dass die SpVg Hagen 11 Meister wird und aufsteigt, daran gibt’s keinen Zweifel. Aber wir wollen die vorzeitige Meisterfeier der Elfer nicht gerade am Nattenberg miterleben.“

Klare Ansage von Rot-Weiß Lüdenscheids Trainer Martin Rost vor dem Duell des Tabellendritten mit dem Spitzenreiter am Sonntagnachmittag. Denn schon ein Punkt reicht der Elf von Gästecoach Stefan Mroß zum Titelgewinn. Ein Punkt, den Rot-Weiß den noch ungeschlagenen Elfern aber nicht überlassen will. „Die Konstellation, die klar zu hoch ausgefallene 1:4-Hinspielniederlage und der Wille meiner Mannschaft, auch gegen den Ligaüberflieger zeigen zu wollen, dass sie Fußball spielen kann, sind Motivation genug. Ich glaube, dass sich die Zuschauer auf ein gutes Fußballspiel freuen können“, ist Rost von den Qualitäten seines Teams voll überzeugt, auch wenn die Personaldecke zugunsten der Ligaerhalts-Hilfe für die zweite Mannschaft ausgesprochen dünn bleibt.

Respekt, aber keine Angst flößt dem Coach das qualitativ hochwertige Hagener Personal auch ohne D. Restieri und Wilke ein, deren fehlende Tore weitgehend durch den Ex-Regionalliga-Torjäger Dimi Ropkas kompensiert werden können. Der frühe Jugendnationalspieler Tim Bodenröder, die höherklassig erfahrenen Spielmacher Yalcin Erkaya und Abwehrchef Onur Cenik, dazu der starke „Sechser“ Kevin Ropiak in Verbindung mit starken und lauffreudigen Verteidigern werden den Rot-Weißen aber das Leben schwer machen. Auch wenn es bei der Mroß-Elf in der Rückrunde nicht so souverän lief wie in der Hinrunde, sodass sogar drei Remis auf dem Konto der Elfer stehen.

RWL: Brackmann, Reischel – Yilmaz, Linneboden, Besirlioglu, Ertelt, Lengelsen, Mai, Schwarzer, Dissing, Schönrath, Finke, Sattler plus weitere Akteure

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