Fußball-Oberliga

2:1 – RSV triumphiert im Top-Spiel

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Kam in der 80. Minute für Marcel Kandziora ins Spiel und half mit, das 2:1 ins Ziel zu bringen: Meinerzhagens Pascal Beilfuß (rechts).

Dortmund – Erste Oberliga-Auswärtspunkte für den RSV Meinerzhagen: Mit 2:1 (2:1) setzte sich der Aufsteiger aus dem Sauerland am Sonntagnachmittag beim hochgewetteten ASC 09 Dortmund durch.

Das Top-Spiel hielt, was es versprochen hatte: Anderthalb Stunden lang lieferten sich die Sauerländer und der gastgebende Regionalliga-Aspirant ASC 09 Dortmund ein Duell auf hohem Niveau, das am Ende seinen verdienten Sieger fand.

Die Meinerzhagener hatten ihre Startelf im Vergleich zum Sonntag zuvor auf vier Positionen umgestellt: Der wiedergenesene Jakobs und Elmoueden verteidigten anstelle von Özdemir und Sesay auf den Außenbahnen, im zentralen Mittelfeld kam Sakar für Zejnullahu zum Zug, und zudem blieb Gräßer zu Gunsten von Platt zunächst auf der Bank.

Anpassungsschwierigkeiten bereitete den Gästen diese Vierfach-Umstellung, durch die obendrein Tomasello auf die rechte Mittelfeldseite und Kandziora in den linken Halbraum rückten, nicht. Ganz im Gegenteil war der RSV sofort im Spiel und durfte sich nach intensiven Anfangsminuten als Punktsieger fühlen.

Nach etwa zehn Minuten deutete dann jedoch auch der ASC an, warum er als Titelfavorit gehandelt wird. Nichtsdestotrotz war die erste Großchance der Begegnung ein Produkt des Zufalls: Zur allgemeinen Überraschung klatschte eine Rechtsflanke des Dortmunder Stürmers Podehl an den Pfosten (32.).

Die Antwort der Meinerzhagener freilich hatte es in sich. Erst scheiterte Platt noch am gut reagierenden ASC-Zerberus Held (34.), dann ließ Jakobs den RSV-Anhang jubeln: Eine Kombination über fünf Stationen schloss der Kapitän nach Berlinski-Querpass zum Führungstor ab (36.). Und es kam noch besser: Platt erkämpfte sich am Strafraumrand die Kugel und zog sofort ab – 0:2 (40.).

Der Vorbote eines für den Aufsteiger einigermaßen entspannten Fußballnachmittags war dieser Doppelschlag allerdings nicht, denn drei Minuten vor der Pause stellte ASC-Mittelfeldmotor Brümmer per Elfmeter den Anschluss her. Schiri Kabalakli (Gelsenkirchen) hatte auf den Punkt gedeutet, nachdem Jakobs der Ball an den Arm gesprungen war. Ärgerlich für den RSV: Brümmers fast unmittelbar vorausgegangenes Handspiel war dem Referee entgangen.

Unverhofft wieder im Spiel, drehten die Dortmunder mit Beginn der zweiten Halbzeit auf und legten eine sehenswerte Anfangsviertelstunde auf den Rasen. Zählbares brachte der ASC indes nicht zustande – die Gäste verteidigten hochkonzentriert, befreiten sich ab Minute 60 wieder aus der Umklammerung und hatten die eindeutig besseren Torchancen.

Doch dem vor Wochenfrist noch fünf Mal erfolgreichen RSV ging diesmal der Killerinstinkt ab, und hinzu kam, dass Held gut aufgelegt war. Folge: Kandziora (61.), Bauman (62.), Spais (71.) und Elmoueden (88.) verpassten das in der Luft liegende 1:3, und der zwischenzeitlich schwächelnde ASC durfte weiter auf ein Remis hoffen.

Anders als noch im Rhynern-Spiel vor drei Wochen blieb den Meinerzhagenern der bittere späte Ausgleich jedoch erspart: Focher parierte gegen Warschewski (85.), und Wurms wagemutige Rettungsaktion auf der 16-Meter-Linie gegen Brümmer (90.+3) wertete der Schiedsrichter nicht als Foulspiel.

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