Auftakt zum Balve Optimum

Peer Zielke gewinnt Eröffnungsspringen

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Peer Zielke führt nach der ersten Gruppe im Eröffnungsspringen des Balve Optimum.

Balve - Strahlender Sieger zum Auftakt des internationalen Reitturniers Balve Optimum: Peer Zielke hat am Donnerstag die erste und zweite Abteilung des Optimum Welcome Preis, dem Eröffnungsspringen der Mittleren und Großen Tour, gewonnen.

Als einziger Teilnehmer blieb der Reiter des RV Waltrop auf dem anspruchsvollen Parcours ohne Abwurf unter 49 Sekunden – und zwar sowohl auf Carlotta (48,57) als auch auf dem Rücken von Appagino (48,19). Verdienter Lohn waren jeweils 1000 Euro Preisgeld für den Triumph in beiden Abteilungen.

Schon als Zweiter von insgesamt 109 Startern legte der Waltroper die Messlatte für die Konkurrenz, zu der mit Daniel Deußer, Ludger Beerbaum oder Eva Bitter absolute Hochkaräter der Springreiterszene gehörten, sehr hoch. Und er sollte auch der einzige Starter sein, der seine auf Carlotta vorgelegte Bestzeit noch toppen konnte.

Rang drei und vier für Vorjahressieger Dreher

Mit Appagino jagte Zielke vor ordentlich besetzten Rängen entschlossen über die Hindernisse und lieferte den schnellsten Ritt des Tages ab. Rang zwei in der ersten Abteilung des Eröffnungsspringens sicherte sich der Ungar Balázs Krucsó auf Lancaster (49,47), Dritter wurde Toni Haßmann vom RV Lienen auf Conchita S (50,19). Für Hans-Dieter – genannt „Hansi“ – Dreher (RV Dreiländereck), dem Sieger der Eröffnungsspringen in den beiden Vorjahren, reichte es in der zweiten Abteilung auf Vicarello für Platz drei und auf Quiwi Dream für Rang vier. Zweiter wurde Johannes Ehning (ZRFV Borken) auf Cayenne.

Den Sieg in der ersten von insgesamt 19 Springprüfungen sicherte sich am Vormittag Mario Stevens. In der Youngster-Tour für siebenjährige Pferde (Hindernishöhe 1,35 Meter) blieb der Reiter des RUFV Lastrup vor den Augen von Otto Becker, dem Bundestrainer der deutschen Springreiter, auf dem 420 Meter langen Parcours ohne Abwurf und war auf Laurin mit 56,42 Sekunden der Schnellste. Rang zwei ging an den Ungarn Balázs Krucsó, Dritter wurde der Schwede Henrik von Eckermann. Beide blieben ebenfalls fehlerfrei.

Lokalmatadorin Elisabeth Kruse vom RV Balve leistete sich auf Celli am letzten Hindernis einen Abwurf und landete in 69,94 Sekunden noch vor der fünfmaligen Deutschen Meisterin Eva Bitter auf dem 30. Platz.

Titelverteigerin Bitter ohne Hengst Perigueux in die DM

À propos Bitter: Die Niedersächsin wird beim Optimum nicht mit Perigueux in die Mission Titelverteidigung gehen. Die amtierende Deutsche Meisterin der Springreiterinnen gönnt ihrem zwölfjährigen Hengst eine Pause. Mit Perigueux machte Bitter im vergangenen Jahr auf dem Turniergelände am Schloss Wocklum mächtig Tempo und erkämpfte sich die Goldmedaille in der Damenkonkurrenz. „Ich habe spontan umdisponiert, Perigueux aus der Meisterschaft herausgenommen und werde zwei andere Pferde bei der DM reiten. Ich habe das Gefühl, dass er sich nicht so wohl fühlt. Er springt übervorsichtig und hat nicht so das Vertrauen. In der vergangenen Woche sind wir in Mannheim gestürzt. Letztes Jahr war das zwar ein gutes Omen, da sind wir eine Woche vorher auch gestürzt - und da hat es in Balve gut geklappt. Aber dieses Mal habe ich einfach kein gutes Gefühl, deswegen habe ich ihn rausgenommen“, sagte die 40-Jährige am Rande des Eröffnungsspringens.

Der erste Turniertag beim Balve Optimum 2014

Bei den Prüfungen um den DM-Titel wird die amtierende Deutsche Meisterin der Springreiterinnen die Stute Caresse und vermutlich den achtjährigen Schimmel-Wallach Argelith Squid satteln. Ohne sein Spitzenpferd wird auch Daniel Deußer die Mission Titelverteidigung bei den Springreitern angehen. „Ich werde auf jeden Fall probieren, den Meistertitel zu verteidigen. Ich habe mit First Class allerdings ein junges Pferd dabei, das nicht unbedingt als Favorit zählt“, sagte Deußer, der das Ambiente auf dem Turniergelände am Schloss Wocklum in den höchsten Tönen lobte.

Optimum nimmt am Freitag richtig Fahrt auf

„Das Optimum ist ein super Turnier. Wir haben hier Top-Bedingungen, die Böden sind gut und der Abreiteplatz ist groß genug. Deswegen freut sich eigentlich jeder, hier nach Balve wieder zurückzukommen“, betonte der 32-Jährige. Am ersten der vier Turniertage nutzten die Protagonisten der DM in Dressur und Springen die Warm-Up-Trainingszeiten, um sich und ihre Vierbeiner einzustimmen. Fester Bestandteil am Donnerstag waren auch die üblichen Veterinär-Inspektionen für alle an den Meisterschaften teilnehmenden Pferde. 

Am Freitag nimmt das Turnier im Springstadion und im Dressur-Viereck richtig an Fahrt auf. Bei den Springreiterinnen (12.30 Uhr) und in der offenen Klasse für alle Springreiter (15 Uhr) stehen die ersten Wertungsprüfungen auf dem Weg zu den DM-Titeln auf dem Fahrplan. Zu den Höhepunkten des Tages gehört zudem der Grand Prix de Dressage (11 Uhr) als Qualifikationsprüfung für die beiden kommenden DM-Entscheidungen in der Dressur. - Von Lars Schäfer und Christian Müller

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