Caron-Wechsel nach Hamburg irritiert

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Sébastien Caron.

ISERLOHN - Bei den Iserlohn Roosters sorgt vor den Heimspielen gegen München (Freitag, 19.30 Uhr) und Nürnberg (Sonntag, 16.30 Uhr) Ex-Torwart Sébastien Caron noch einmal für Schlagzeilen: Der Franko-Kanadier ist zu den Hamburg Freezers gewechselt.

Gedauert hat die Metamorphose nicht mal 24 Stunden. Sich vom Rooster zum Freezer zu verwandeln, scheint für Sébastien Caron kein Problem gewesen zu sein. So ist das Geschäft und trotzdem hinterlässt der Wechsel des ehemaligen Iserlohner Goalies spätestens jetzt einen faden Beigeschmack.

Denn Caron hatte nach seiner Vertragsauflösung am Seilerse nicht mal die Traute, seinem Ex-Manager von seinem neuen Club zu berichten. „Wir haben nachmittags zusammen gesessen, ich habe nachgefragt, aber da war noch nicht von Hamburg die Rede“, sagt Karsten Mende.

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Komisch nur, dass sich seit der vergangenen Woche anhaltend die Gerüchte hielten, dass der Franko-Kanadier in die Hansestadt wechseln würde. Die Gründe liegen auf der Hand: Bekanntschaften.

Schon bei seinem Gastspiel in Fribourg-Gottéron, seinem ehemaligen Schweizer Club aus der Nationalliga A, arbeitete Caron mit zwei Menschen zusammen, die er in Hamburg wiedertrifft. Ex-Mannschaftskollege Serge Aubin ist Co-Trainer der Hanseaten, Vincent Riendeau sein aktueller und ehemaliger Torwarttrainer.

Am Seilersee mag das niemand kommentieren. „Ich werde in keinem Fall nachtreten, nehme die Ereignisse zur Kenntnis, aber es hilft am Ende nicht, sich den Kopf darüber zu zerbrechen“, so Mende weiter.

Ohne Zweifel hat der neue Vertrag Carons Abschied finanziell vereinfacht. „Ich werde aber keine Details über Abfindungen oder Ähnliches kommentieren“, so Mende.

Dennoch dürfte der Abschied eines der Groß-Verdiener im Roosters-Kader die Finanzen entlasten. „Ich habe ja schon sehr deutlich gemacht, dass wir unseren Kader gern noch vergrößern und qualitativ verbessern werden. Deshalb werden wir den Markt jetzt wieder sondieren“, betont der Manager.

Ein neuer Spieler wird am Wochenende zwar nicht da sein, trotzdem hat man am Seilersee das Gefühl, vor den Heimspielen am Freitag gegen München (19.30 Uhr) und Primus Nürnberg Ice Tigers (Sonntag/16.30 Uhr) eine wieder erstarkte Mannschaft zu erleben.

So kehrt Stürmer Tyson Mulock nach überstandener Schulterverletzung genauso zurück wie Torhüter Mathias Lange, den zwei Wochen Adduktorenprobleme gequält hatten. Vollkommen auskuriert ist auch Stürmer Dusan Frosch, der zwar schon in Düsseldorf versucht hatte zu helfen, aber noch nicht die notwendige Kraft hatte.

Während Cheftrainer Doug Mason am Freitag gegen die völlig neu zusammengestellten Münchener auf Mathias Lange im Tor setzt, wird er auf Verteidiger Collin Danielsmeier weiter verzichten müssen.

Roosters: Lange (Ersberg) – Jares, Gödtel; Raymond, Teubert; Orendorz, Brennan; Kopitz – Sertich, Wolf, Mulock; Foster, Giuliano, Frosch; Fischhaber, Hommel, Kahle; York, Raedeke, Macek

von Mirko Heintz

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