Auch ein zweistelliger Erfolg war möglich

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Mark Sattler (links) mausert sich zum RWL-Torjäger, traf gegen den RSV um Routinier Serkan Demir zum zweiten Mal in Folge doppelt.

Lüdenscheid - RWL-Trainer Thomas Dregger strahlte mit der Herbstsonne um die Wette, während sein Gegenüber Bayram Celik vom RSV Meinerzhagen ausgesprochen schmallippig die 2:6-Pleite seiner Truppe am Nattenberg verfolgt hatte.

Von Jörg Hellwig

Kein Wunder: Einschließlich des Pokalduells bei A-Ligist TSV Lüdenscheid stehen vier Niederlagen und 2:19-Tore auf dem Konto der Volmestädter. Und dass es diesmal zwei eigene Tore gab, war eher Lüdenscheider Leichtsinn gestundet denn eigener Durchschlagskraft.

Gerade in Halbzeit eins hatten die Hausherren den RSV völlig dominiert – die 4:0-Führung entsprach in keiner Weise den Kräfteverhältnissen „Das ist Fußball“, jubelte RW–Coach Dregger wiederholt ob der gelungener Geschwindigkeitskombinationen, erstmals seit vielen Monaten gab’s von den Rängen wieder „RWL“-Sprechchöre. „Damit ist der RSV ja noch richtig gut bedient, es hätte doch viel höher stehen können“, analysierte der Ex- Meinerzhagener Spielmacher Carsten „Bommel“ Groll zur Halbzeitpause entsetzt über die RSV-Vorstellung..

Die Bergstädter kratzte das wenig, sie machten nach Wiederbeginn zunächst da weiter, wo sie mit der RSV-Demontage vor dem Wechsel begonnen hatte. Nur – nach dem 5:0 durch den überragenden vierfachen Torschützen Ewald Platt, „blieb die Konzentration etwas auf der Strecke“, tadelte Dregger.

Und zur Ehrenrettung des RSV sei gesagt: Die Meinerzhagener gaben nie auf und belohnten sich noch mit zwei Toren, hätten aber auf der Gegenseite auch noch Treffer kassieren können und müssen, so dass ein zweistelliges Resultat für die zum dritten Mal in Folge siegreichen RWLer möglich gewesen wären. Einige Male aber waren die Gastgeber zu zögerlich im Abschluss, einige Male warf sich ihnen mit Sören Langwald ein guter Keeper entgegen. Dass dem von Kapitän Antonio Petrini noch Tore angekreidet wurden, ließ Ex-RWL- und RSV-Torwart-Koryphäe Torsten Eberhardt nur den Kopf schütteln – hinter solch langsamer und unbeweglicher Defensive hätte auch er nicht im Tor stehen mögen.

RWL war’s gleich: Es setzt den Aufwärtstrend der vergangenen Wochen konsequent fort und möchte nun bei Schlusslicht Klafeld nachlegen, sind aber durch die vielen unglücklichen Niederlagen des Siegerländer Traditionsklubs gewarnt.

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