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Wo sollen Altenas Kinder schwimmen lernen? Auch Lebensretter leiden unter massiven Schäden am Bad

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Von: Lars Schäfer

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Die DLRG Altena kann die wichtigen Anfängerschwimmkurse derzeit nicht anbieten, weil das Dahler Bad aufgrund immenser Schäden nicht zur Verfügung steht. © dpa

Neben dem SC „Gut Naß“ und der SSG Altena leidet mit der DLRG Ortsgruppe Altena ein weiterer Verein massiv darunter, dass das Frei- und Hallenbad Dahle nach den immensen Schäden, die die Starkregen- und Hochwasserkatastrophe im Juli 2021 verursacht hatte, auf nicht absehbare Zeit nicht mehr nutzbar ist. Wie berichtet, gehen die Berater des Büros C & E, das der Stadt beim Wiederaufbauplan geholfen hat, inzwischen sogar von einem Totalschaden des Bades aus, weil die Reparaturkosten höher liegen als der Buchwert des Frei- und Hallenbades.

Altena - „Auch wir sind hart betroffen, sehr hart“, sagt Sabine Renz, Technische Leiterin der knapp 200 Mitglieder zählenden DLRG Ortsgruppe Altena. Die Schwimm- und Rettungsschwimmerkurse können nicht angeboten werden, der Ausbildungs- und Trainingsbetrieb, der 2020 und 2021 bereits wegen der Corona-Pandemie so gut wie brach gelegen hatte, ist durch das Hochwasser-Desaster im vergangenen Jahr quasi zum Erliegen gekommen. Das ist extrem bitter, weil so auch die immens wichtigen Anfängerschwimmkurse derzeit nicht angeboten werden können von der Altenaer DLRG Ortsgruppe. Die Folgen, Kinder nicht zu Schwimmern ausbilden zu können, sind nicht zu unterschätzen. Die Fähigkeit, sicher schwimmen zu können, sie kann im Ernstfall nämlich Leben retten. Und Kindern das Schwimmen beizubringen, es gehört nunmal zu den Kernaufgaben der DLRG. Wegen der Pandemie hatte diese wichtige Ausbildung bereits 2020 und 2021 – nicht nur bei der DLRG Altena, sondern auch bei anderen Ortsgruppen – weitgehend brach gelegen.

Im Grunde genommen sind wir seit zwei Jahren im Ausnahmezustand.

Sabine Renz, DLRG Altena

Als die DLRG Ortsgruppe Altena im Sommer 2021 wieder gestartet war mit ihren Kursen, sorgte die Starkregen- und Hochwasserkatastrophe für verheerende Schäden am Dahler Bad. Ein harter Schlag im Re-Start. Ja, ein Desaster. „Im Grunde genommen sind wir seit zwei Jahren im Ausnahmezustand“, betont Sabine Renz. Die DLRG Ortsgruppe Altena bemühte sich nach der Hochwasser-Katastrophe um Alternativen und erhielt im Neuenrader Freibad zu den Trainingszeiten der DLRG Ortsgruppe Neuenrade eine Bahn, seit November bietet die DLRG Altena im Werdohler Hallenbad immer dienstags in der Zeit von 19.45 bis 21 Uhr ein freies Training an, zu dem aufgrund der recht späten Anfangszeit „nur“ Erwachsene ins Becken steigen. Wer Interesse an diesem freien Training hat, kann sich an Sabine Renz wenden. Weil das Gros der Mitglieder der Altenaer DLRG Ortsgruppe aus Dahle und Evingsen stammt und die Höllmecke seit Juli 2021 nicht zu befahren ist, ist es laut Sabine Renz „vielen zu weit“, um zum freien Training nach Werdohl zu fahren.

Nun ist die Hoffnung bei der DLRG Ortsgruppe Altena groß, dass man mit Beginn der Sommersaison im Neuenrader Freibad wieder ins Wasser steigen kann. „Wir sind im Gespräch mit der Stadt Neuenrade, damit wir im Sommer eine Trainingszeit im Freibad Neuenrade bekommen“, so Sabine Renz.

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