Diskussionen um Regeländerungen beim RWE-Wintercup

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Auch die Turniergründer Ferdi Pott (links) und Hermann Schmoll beteiligten sich an der Auslosung.

Arnsberg - Die Popularität des RWE-Wintercups ist ungebrochen. Die 26. Auflage des Hallenfußball-Turniers geht einmal mehr mit 180 Vereinen über die Bühne. Am Mittwochabend wurden in Arnsberg die Vorrundengruppen der am 3. Januar beginnenden Veranstaltung ausgelost. Für mindestens genauso viel Aufregung sorgten jedoch Regeländerungen.

Aus 16 verschiedenen Fußballkreisen stammen die 180 Klubs, die am größten Turnier dieser Art in Nordrhein-Westfalen teilnehmen. Frank Eikel als Vertreter des Hauptsponsors RWE sprach angesichts dieser Zahlen von einem „Turnier der Superlative“. Insgesamt werden 30 000 Euro Preisgeld ausgeschüttet, die sich auf alle Runden und Standorte verteilen.

Erstmals wird der RWE-Wintercup bei der 26. Auflage nach den neuen Futsal-Regeln gespielt. Allerdings gilt 2015 einmalig eine „Zwitterregelung“, wie Turnierkoordinator Ralf Detzner verdeutlichte. Die Veranstaltung wird zwar nach den neuen Regeln, aber mit dem altbekannten Ball ausgetragen. Eigentlich sehen die Futsal-Statuten den Einsatz eines sprungreduzierten Balles vor. Ab 1. Juli 2015 gibt es zu diesem Spielgerät keine Alternative mehr, weil die von der Fifa und dem DFB vorgegebenen Regeln dann in Gänze, einschließlich des neuen Balles, obligatorisch sind. Sinn dieser Änderungen ist es laut Oliver Topp, Lehrwart des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen (FLVW), „das technische Spiel zu verfeinern“.

Diskussionen um die Kugel gibt und gab es schon jetzt, auch am Donnerstagabend in Arnsberg unter den anwesenden Vereinsvertretern. Topp, selbst als Schiedsrichter aktiv, versuchte zu beschwichtigen: „Die Unparteiischen sind angewiesen, Turniere durchzuführen, auch wenn kein Futsal-Ball zur Verfügung steht.“

Michael Ternes, Vorsitzender des Arnsberger Kreisfußballausschusses, bewertete das Gros der Modifikationen grundsätzlich positiv: „Die Regeländerungen als solche sind ziemlich klasse.“ Der neue Ball hingegen sei „der einzige Knackpunkt, der zumindest im Seniorenbereich überhaupt nicht geht.“ Ein anderer Streitpunkt war die geltende Neuerung, dass in der letzten Spielminute einer jeden Halbzeit die effektive Spielzeit gilt, die Uhr also bei jeder Unterbrechung angehalten werden muss.

Dementsprechend könnte sich das Ende eines jeden Turniertages ein wenig nach hinten verschieben. Topp mahnte einmal mehr zur Gelassenheit. „Das Rad ist nicht neu erfunden worden. Lasst uns einfach mal reinschnuppern. In zwei, drei Monaten, wenn die ersten Turniere gelaufen sind, werden wir darüber gar nicht mehr sprechen.“ - Von Christian Müller

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