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Nach der Krise ist vor der Krise

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Von: Wesley Baankreis

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Brigitte Klein (Mitte) mit den Gewählten, Gisela Kaddatz und Karsten Witt.
Brigitte Klein (Mitte) mit den Gewählten, Gisela Kaddatz und Karsten Witt. © Baankreis, Wesley

Besser als befürchtet durch die Corona-Zeit gekommen. Sich dennoch vor neuen, größeren Herausforderungen wappnen: Diese Stimmung prägte am Sonntagvormittag die Jahreshauptversammlung der Turbo-Schnecken Lüdenscheid. Rund vier Dutzend Mitglieder hatten sich dafür im Schneckenhaus eingefunden, um neben dem Rückblick auf 2021 auch auf die kommenden Monate nach vorne zu schauen.

Lüdenscheid - Der wohl wichtigste Blick ging dabei erst einmal zurück, was vor allem an der Corona-Pandemie und den daraus resultierenden Folgen für die Turbo-Schnecken lag. „Im Juni 2021 konnten wir das Schneckenhaus nach dem Lockdown endlich wieder öffnen. Es war aber ein langer Weg – und richtig angenommen wurden alle Kurse eigentlich erst im März 2022 wieder“, bilanzierte die Turbo-Schnecken-Vorsitzende Brigitte Klein. Dabei hatte der Verein alle Möglichkeiten ausgeschöpft, um möglichst früh wieder ein volles Programm unter den jeweils gültigen Bedingungen anzubieten. Ein Umstand, der nicht nur organisatorisch, sondern auch finanziell für die Turbo-Schnecken einen großen Aufwand bedeutete. Trotzdem ist der Verein auch hier vergleichsweise gut durch die Corona-Zeit gekommen.

Im Juni 2021 konnten wir das Schneckenhaus nach dem Lockdown endlich wieder öffnen. Es war aber ein langer Weg – und richtig angenommen wurden alle Kurse eigentlich erst im März 2022 wieder.

Turbo-Schnecken-Vorsitzende Brigitte Klein

Noch nicht wieder ganz auf dem alten Niveau sind derweil die Mitgliederzahlen beim größten Sportverein in Lüdenscheid. „Wir haben ungefähr ein Minus von zehn Prozent in 2021 gehabt“, sagte Geschäftsführerin Gisela Kaddatz. Mit Blick auf dieses Jahr ist die Tendenz jedoch wieder deutlich positiver. „Wir haben viele Neuanmeldungen. Erfreulicherweise sind darunter auch viele Rückkehrer“, erklärte die Geschäftsführerin. Umso erfreuter war der Vorstand, auch bei dieser Jahreshauptversammlung über zahlreiche Verbesserungen im Angebot, unter anderem durch eine Vielzahl von Fortbildungen, informieren zu können.

Zufrieden war der Verein auch mit der Wiederaufnahme des Weihnachtsmarktes im vergangenen Jahr. Und auch in diesem Jahr ist die Resonanz so groß, dass die Stände im Schneckenhaus bereits ausgebucht sind. Ebenfalls in Planung ist ein Schlaganfall-Aktionstag, der Mitte November stattfinden soll.

Ein weiterer Schwerpunkt der Versammlung lag auf dem Ehrenamt. „Ohne das Ehrenamt könnte unser Verein nicht so existieren, wie er jetzt ist. Dafür sind wir allen Ehrenamtlern unglaublich dankbar“, sagte Brigitte Klein. Gleichzeitig warb sie aber auch für weitere Unterstützung, etwa beim Blick auf den 19. AOK-Firmenlauf am 16. Juni 2023 in der Lüdenscheider City.

Ungewiss blieb dagegen ein Stück weit der Blick in die Zukunft, was vor allem an der allgemeinen Preissteigerung liegt. So sind die Energiekosten aktuell nur schwer abzusehen für die Turbo-Schnecken. Allerdings hat der Verein bereits zahlreiche Maßnahmen auf den Weg gebracht, um selbst Energie zu sparen. Dazu zählt auch, dass es in diesem Jahr keine Weihnachtsbeleuchtung am Schneckenhaus geben wird.

Bei den Wahlen gab es eine Änderung im Vorstand. Nachdem Robert Daniel als stellvertretender Vorsitzender nach einem Umzug ausschied, wählte die Versammlung am Sonntag Karsten Witt als Nachfolger. Für eine weitere Amtszeit bestätigt wurde derweil Geschäftsführerin Gisela Kaddatz.

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