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SGSH am Sonntag auf Bundesliga-Parkett

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Von: Thomas Machatzke

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Jan König (SGSH Dragons)
Jan König und die SGSH Dragons müssen am Sonntag um 17 Uhr beim ASV Hamm II antreten. © Thomas Machatzke

In einer Bundesliga-Arena möchte die SGSH am Sonntag punkten.

Schalksmühle – Der 6. Spieltag der 3. Liga West der Handballer hält das erste Sonntagsspiel der Saison für die SGSH Dragons bereit. Um 17 Uhr gastiert das Dmytruszynski-Team in der Hammer Westpress-Arena bei der Reserve des Neu-Erstligisten ASV Hamm-Westfalen.

Mit einer Hammer Reserve in der 3. Liga hatte es die SGSH bisher noch nie zu tun – ein Wiedersehen mit alten Bekannten wird die Partie trotzdem bereithalten. Allen voran mit Moritz Eigenbrodt, der nach seiner Jugendzeit bei der DJK Oespel-Kley seine ersten Schritte im Seniorenalter bei der SGSH machte. Damals noch in der Grasediek-Ära und auf der linken Außenbahn – und neben ihm im linken Rückraum spielte ein bundesligaerfahrener Routinier aus Polen – Maciej Dmytruszynski.

„Moritz hat sich gut entwickelt, ist schnell, torgefährlich, ein richtig guter Spielmacher“, sagt Dmytruszynski über seinen Ex-Mitspieler, der mit 36 Treffern nach fünf Spieltagen zu den besten Torjägern der Liga gehört. Eigenbrodts Nebenmann im linken Rückraum, Nico Bratzke, hat nie für die SGSH gespielt – allerdings hatte die SGSH seinerzeit sehr um den Sohn von Ex-SGSH-Linksaußen Oliver Bratzke geworben. Der hatte sich dann aber für Eintracht Hagen entschieden und ist nun ebenso in Hamm gelandet wie – ganz frisch – Linksaußen Nils Stange. Stange spielte zu Saisonbeginn noch für den TuS Volmetal, schenkte der SGSH beim BDO-Cup zwölf Treffer ein.

„Eine junge, gute Mannschaft. Das wird nicht leicht“, sagt Maciej Dmytruszynski über die Hammer, die zuletzt bei LIT 1912 II 28:25 gewannen und im Saisonverlauf auch schon den Longericher SC geschlagen haben. „Sie haben bei LIT wie wir in der Woche vorher 5:1 gedeckt und hatten mit Mathis Stecken einen überragenden Torwart hinter dieser Abwehr“, sagt der SGSH-Coach und rechnet damit, dass sich sein Team erstmals in dieser Saison keiner 6:0-Abwehr gegenübersehen könnte. Darauf wird er es vorbereiten.

Man hat gesehen, dass die Jungs mehr und mehr als Team funktionieren. Aber wir brauchen jetzt Punkte.

Maciej Dmytruszynski (SGSH-Trainer)

Die SGSH hat nach dem 21:22 gegen Opladen den Nationalfeiertag genutzt, um die Partie mit Videomaterial noch einmal intensiv aufzuarbeiten, darüber zu sprechen, wie es kommen konnte, einen 17:10-Vorsprung zu verspielen. „Das darf nicht passieren. Es kann nicht sein, dass nach diesen Wechseln so sehr die Qualität verlorengeht. Die Spieler von der Bank haben neue Ideen entwickelt statt sich an den Matchplan zu halten“, sagt Dmytruszynski, der insgesamt aber auch stolz war auf die Leistung, die das Team in weiten Teilen vorher gezeigt hatte, „wir haben es gut gemacht. Man hat gesehen, dass die Jungs mehr und mehr als Team funktionieren. Aber wir brauchen jetzt Punkte. Diese zwei Punkte hätten wir unbedingt in Halver halten müssen.“

Nun will die SGSH dafür die Punkte in der Bundesliga-Arena einfahren. Die Hammer Reserve spielt dort eigentlich nicht. Weil die Halle am Maximilianpark aber nicht zur Verfügung steht und die SGSH einen Heimrechttausch abgelehnt hat (Dmytruszynski: „Wir hätten dann drei Heimspiele hintereinander gehabt. Das wollten wir nicht.“), wird nun am ungewohnten Sonntag in ungewohnter Umgebung gespielt.

Die Gäste werden in der Westpress-Arena weiterhin auf Bogdan Criciotoiu verzichten müssen. Brian Gipperich (Oberschenkelprobleme) und Tobias Schetters (Hüftprobleme) haben die Trainingseinheiten am Montag und Dienstag ausgelassen, sollen in Hamm aber dabei sein. „Wir brauchen die Abwehrleistung aus den vergangenen beiden Spielen und eine viel konzentriertere, bessere Angriffsleistung“, sagt Dmytruszynski, „ich hoffe, dass das dann reichen sollte für einen Sieg in Hamm.“

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