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119-facher Nationalspieler ist jetzt Iserlohner

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Deutschland gegen Lettland - Testspiel
Der 119-fache lettische Nationalspieler Kaspars Daugavins wechselt zu den Iserlohn Roosters. © City-Press

Der Königstransfer der Iserlohn Roosters hat schon NHL-Luft geatmet.

Iserlohn – Die Iserlohn Roosters aus der Deutschen Eishockey Liga verpflichten zur kommenden Saison 2022/23 Stürmer Kaspars Daugavins. Der 119-fache lettische Nationalspieler (66 Punkte) war zuletzt für den SC Bern in der Schweizer National League aktiv. Darüber hinaus kann der 34-Jährige Erfahrungen aus Stationen in der russischen Kontinentalen Hockey-Liga, American Hockey League (AHL) und der National Hockey League (NHL) vorweisen. Insgesamt erzielte Daugavins in über 800 Profi-Spielen in diesen Top-Ligen knapp 500 Punkte und führte das lettische Nationalteam mehrfach als Kapitän aufs Eis. Für die Roosters ist es wohl der Königstransfer des Sommers.

„Er weiß definitiv, wo das Tor steht und wie er seine Mitspieler in Szene setzen kann. Bei aller Qualität auf dem Eis war es uns darüber hinaus auch wichtig, dass wir einen Spieler bekommen, der charakterlich in die Kabine passt. Er ist ein top Typ“, beurteilt Christian Hommel, Sportlicher Leiter der Sauerländer, den Neuzugang.

Daugavins selbst ist für sein neues Engagement am Seilersee hochmotiviert: „Ich kenne meinen neuen Coach und weiß, dass wir ein Team haben werden, das in jedem Spiel um jeden Zentimeter fighten wird. Nichts weniger ist auch mein Anspruch, denn natürlich wollen wir erfolgreiches Eishockey spielen und um die Playoffs kämpfen.“ Der Linksschütze wurde 2006 in der dritten Runde von den Ottawa Senators gedraftet und spielte während seiner Zeit in Nordamerika in der Spielzeit 2010/11 in der AHL bei den Binghampton Senators unter dem Headcoach Kurt Kleinendorst. Gemeinsam mit dem heutigen Roosters-Headcoach gewann er in diesem Jahr den Calder Cup. Daugavins war mit 20 Punkten in 23 Playoff-Spielen maßgeblich am Titelgewinn beteiligt.

„Natürlich hatten wir durch diese positiven Erfahrungen, die die beiden gemeinsam gemacht haben, schon früh einen Fuß in der Tür, als wir mitbekommen haben, dass die Situation von Kaspars in Bern nicht mehr so ist, wie sie sich beide Seiten vorgestellt haben. Wir haben dann Geduld bewiesen und haben uns nicht verrückt machen lassen, das hat sich jetzt ausgezahlt“, erklärt Christian Hommel die Hintergründe des Transfers.

Sofern die Anreise des Letten nach Plan läuft, absolviert der neue Roosters-Stürmer, der die Rückennummer 61 tragen wird, bereits am Dienstag die erforderlichen medizinischen Untersuchungen und steht ab Mittwoch mit seinen neuen Teamkollegen auf dem Eis.

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