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Jenike hält den Heimsieg fest

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Von: Mirko Heintz

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Andreas Jenike
Garant des Roosters-Sieges: Goalie Andreas Jenike. © Patrick Rüberg

Heimsieg für die Iserlohn Roosters; die Grizzlys Wolfsburg besiegten sie am Donnnerstagabend mit 5:2 (1:0, 2:0, 2:2).

Iserlohn – Eine klare Sache, könnte man meinen. Doch das Match war deutlich enger, als es das Ergebnis glauben macht – die Hausherren verpassten im Mittelabschnitt die Vorentscheidung, und am Ende war es vor allem Goalie Andreas Jenike zu verdanken, dass die drei Punkte am Seilersee blieben.

Den besseren Start erwischten zwar die Wolfsburger, die den Roosters manche Scheibe stibitzten und durch Rech den Pfosten trafen (7.). Ein Tor aber gelang ihnen nicht, weil Jenike seine Klasse mehrmals unter Beweis stellte. Und so fiel das 1:0 auf der anderen Seite: Bailey traf in Überzahl aus spitzem Winkel, wobei O'Connor ihm den Puck optimal auflegte.

Alle Kritik daran, dass die Rooster eingangs erneut einige Minuten gebraucht hatten, um ins Spiel zu finden, verstummte zu Beginn des Mittelabschnitts, als sie sich in einen regelrechten Rausch spielten. 57 Sekunden nach Wiederbeginn traf auch Whitney in Überzahl, und nur 23 Sekunden später jubelte der Seilersee erneut, weil Schilkey auf 3:0 erhöhte.

In den folgenden Minuten brannte das Tapper-Team ein Feuerwerk ab, und Raedeke im Doppelpack sowie Schilkey hätten die Partie vorzeitig entscheiden können. Die wieder zu scheibenverliebten Sauerländer verpassten diese Chanc, ließen ihrerseits aber nur wenige Wolfsburger Möglichkeiten zu und nahmen das 3:0 in den Schlussabschnitt mit.

Selbiger war zu Beginn emotional, da die Grizzlys versuchten, mit giftigen Aktionen ins Spiel zurückzufinden. DeSousas harter Check gegen Ankert blieb folgenlos, stattdessen mussten die Iserlohner Foucault, der sich für den Check revanchierte, und kurz darauf Riefers vom Eis. Die Überzahl nutzte Wolfsburg zum Anschlusstreffer durch Mingoia (46.).

Überhaupt nahmen die Sauerländer seit Mitte des zweiten Drittels zu viele Strafminute und konnten sich bei ihrem Goalie bedanken, der in dieser Phase die Führung festhielt. Trotzdem waren die Gäste nach 50 Minuten wieder dran, und auch daran waren die Roosters nicht unschuldig. Labrie drückte einen Grizzly-Spieler auf das hintere Tornetz, wodurch das Tor auf Jenike landete – genau in dem Moment, in dem DeSousa vorn die Scheibe über die Linie beförderte. Nach Videobeweis entschieden die Schiedsrichter auf Treffer; nur noch 3:2.

Aufgrund der hohen Strafzeitenbelastung gingen den Sauerländern nun so langsam die Kräfte aus, und so fand das Spielgeschehen fast ausschließlich vor dem Iserlohner Kasten statt. 2:50 Minuten vor dem Ende nahm Wolfsburg seinen Goalie vom Eis, brachte den sechsten Feldspieler – und verlor. Erst der pfeilschnelle Ewanyk und dann Cornel mit Übersicht trafen ins leere Tor und sorgten für den etwas glücklichen 5:2-Endstand.

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