Handball

Mit Demut ins Pokalspiel

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Fabian Hecker (Mitte) zeigte sich im Testspiel beim TuS Ferndorf in einer guten Form und erzielte fünf Treffer.

Kreisgebiet – Der Drittliga-Alltag beginnt für SGSH-Trainer Stefan Neff am übernächsten Samstag. Dann startet für die Dragons bei der TSV GWD Minden II die Drittliga-Saison. Doch bereits morgen (18 Uhr) steigt im Euregium in Nordhorn mit der Partie im Rahmen des DHB-Pokals beim Bundesliga-Aufsteiger HSG Nordhorn-Lingen das erste Pflichtspiel der Dragons-Saison. Die zweite Partie im Rahmen des DHB-First-Four bestreiten Nord-Drittligist TSV Altenholz und Bundesligist SC DHfK Leipzig.

Die Aussicht auf einen Erfolg schätzt Neff realistisch ein: „Wir nutzen die Partie als letzte Vorbereitung vor der Partie gegen Minden.“ Aber welche Mannschaft tritt schon freiwillig an, um zu verlieren? Schließlich geht es bei der HSG derzeit drunter und drüber. Kurz vor dem Start in die Saison gab es gravierende personelle Veränderungen beim letztjährigen Vizemeister der 2. Bundesliga: Nach zehn Jahren an der Seitenlinie legte Heiner Bültmann aufgrund eines Erschöpfungssyndroms sein Traineramt nieder, ein Nachfolger ist bis dato noch nicht gefunden, vorerst übernimmt „Co“ Ralf Lucas.

Innenblock Bekston/Diehl noch nicht eingespielt

Doch auch die Sorgenfalten bei Stefan Neff könnten angesichts der angespannten Personalsituation weniger sein. Neuzugang und Kreisläufer Kai Bekston ist zwar von imposanter Erscheinung, bislang streikte jedoch der Körper des Hünen. Aufgrund von Rückenproblemen fehlte der Ex-Ahlener in den letzten drei Testspielpartien ebenso wie Florian Diehl, mit dem Bekston zusammen den neuen Innenblock bilden soll. Der Innenblock mit den Abgängen Tudor Ruskov und Dominic Luciano war ein Hauptgrund für die stabile Dragons-Defensive der letzten Jahre. Zumindest Bekston wird die Reise nach Nordhorn mit antreten, Diehls Einsatz steht auf der Kippe. Zudem fehlt David Bleckmann (Bauchmuskelzerrung).

Ohne einen sicheren Innenblock wirkt die Defensive der Dragons nicht sattelfest und auch im Angriffsspiel (Neff:„Wir hatten kaum Kreisläuferaktionen“) hapert es am Kreis. Sowohl Cedric Geitmann als auch Steffen Prior mühen sich zwar, ihnen fehlt aber noch die Erfahrung und Routine. Der Rückraum präsentiert sich eingespielter. Fabian Hecker, Lukas Hüller, Christopher Klasmann und auch die Neuverpflichtung Dominik Spannekrebs sorgen mit einer Menge Varianten und Tempo für viele Abschlussaktionen. Gerade der Ausfall von Hüller wiegt schwer. Die Außen mit Natko Merhar, Tobias Schetters und Moritz Frenzel spielen regelmäßig ihr Tempo aus, das Torhütergespann Vukic/Borchert präsentiert sich auch schon in guter Frühform. Viel Positives, aber wohl nicht genug für eine Überraschung im Euregium.

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