Tischtennis-Bund verkündet den Abbruch

Für TTC Altena ist die Saison beendet

Teo Yordanov Spielertrainer TTC Altena
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Ende mit Schrecken: Für Teo Yordanov und den TTC Altena ist die Regionalliga-Saison vorbei.

Altena – Die Hoffnung, die Saison vielleicht noch mit Blockspieltagen retten zu können, war vergebens: Das Präsidium des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) hat die Saison 2020/21 für die 2. und 3. Bundesligen sowie die Regional- und Oberligen abgebrochen und für ungültig erklärt. Damit ist die Spielzeit für den TTC Altena in der Regionalliga West beendet, während auf NRW-Ebene, im Bezirk Arnsberg und im Kreis Lüdenscheid ab Mitte April die restlichen Spiele einer einfachen Runde noch durchgeführt werden sollen.

Diesen Beschluss begründet der DTTB durch seinen Präsidenten Michael Geiger und die Vizepräsidentin Leistungssport Heike Ahlert wie folgt:

Gesundheit der Sportlerinnen und Sportler: Trotz sinkender Fallzahlen sind in vielen Landkreisen des Bundesgebiets die Inzidenzen noch größer als 50. Zudem gibt es eine steigende Unsicherheit in der Politik und Bevölkerung bezüglich Virusmutationen. Da die Gesundheit das höchste Gut ist, hält das Präsidium des DTTB eine Fortführung der Spielzeit 2020/21 zum jetzigen Zeitpunkt für nicht verantwortbar.

Unwägbarkeiten in den politischen Entscheidungen: Bis jetzt sind von den Regierungen der Länder noch keine Stufenpläne zu Lockerungen, aus denen hervorgeht, ab wann Hallensport wieder möglich sein wird, beschlossen worden. Zudem ist noch nicht klar, welche Inzidenzen in Zukunft für Lockerungen maßgeblich sein werden.

Hallenverfügbarkeit: Es ist nicht absehbar, wann im Bundesgebiet flächendeckend wieder wettkampfmäßiger Hallensport betrieben werden kann.

Chancengleichheit: Der Tischtennissport steht für Fairness. Für viele Sportler war es nicht möglich, während des Lockdowns zu trainieren. Andere Aktive hingegen konnten, auf Grund von Detailregelungen in Landesverordnungen, weiterhin Tischtennis ausüben. Deswegen hält das Präsidium einen fairen Wettbewerb, der über Auf- und Abstieg entscheidet, nicht für möglich.

Planungssicherheit: Durch die Entscheidung möchte das Präsidium Planungssicherheit herstellen. Die Vereine sollen frühzeitig wissen, welcher Spielklasse ihre Mannschaften angehören, um Planungen für die kommende Spielzeit zu ermöglichen.

In allen abgebrochenen Bundesspielklassen wird es keine Auf- und Absteiger geben. Somit wird die Zusammensetzung der Spielklassen für die Spielzeit 2021/22 gegenüber der Saison 2020/21 unverändert bleiben. Das bedeutet, dass sogar zurückgezogene Mannschaften erneut das Startrecht für ihre bisherige Spielklasse erhalten. Aufsteiger aus der NRW-Liga in die Oberliga wird es aber geben, sofern auf WTTV-Ebene die Saison noch beendet werden kann.

WTTV entscheidet früher

Aufgrund sich mehrender Nachfragen zum Stand der Planungen im WTTV hat sich der Vorstand für Sport dahingehend verständigt, eine Entscheidung zum Fortgang oder zum Abbruch der Spielzeit 2020/21 bereits am 26. Februar und nicht erst im März zu veröffentlichen.

Antrag auf die 3. Liga soll gestellt werden

Für eine Auffüllung von Spielklassen, die nicht die Sollstärke erreichen, wird die Reihenfolge der Spielzeit 2019/20 herangezogen. Der TTC Altena, der in der ebenfalls vorzeitig beendeten Saison 19/20 Platz sechs in der Regionalliga West belegt hatte, plant dennoch, einen Antrag auf die Einteilung in die 3. Bundesliga zu stellen. „Zunächst aber wird unser Spielertrainer Teo Yordanov die übrigen Spieler informieren, dass die Saison beendet ist“, sagte Ralf Springob, Vorsitzender des TTC.

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