Handball

Paul Drux sorgt in Meinerzhagen für Kinderlächeln

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Paul Drux im Kreise der Mädchen aus Attendorn und Marienheide – ein Tag, der in Erinnerung bleibt

Meinerzhagen – Bei der Firma „Frima Friction“ in Meinerzhagen herrscht im Aufenthaltsraum einer anderer Lärmpegel als zur normalen Arbeitszeit – mehr als 60 Kinder tummeln sich um einen großgewachsenen, muskulösen Mann mit kurzem Haupthaar, der bereitwillig Autogramme auf Schuhe, Taschen oder Mützen gibt. Mehrfach fällt der Ausspruch „Boah, ist der groß“. Im Mittelpunkt des Interesses: Paul Drux. Handball-Nationalspieler, Profi, Rückraumakteur des Bundesligisten Füchse Berlin, Aushängeschild des Deutschen Handballs.

Nicht immer lebte der 24-Jährige in der Bundeshauptstadt, ursprünglich stammt der Rechtshänder aus Marienheide, wo seine Eltern heute noch leben – ebenso wie Uwe Nötzel, Geschäftsführer von „Frima Friction“ und ein Bekannter von Drux, der die Idee hatte, in seiner Firma ein „Meet and Greet“ mit dem Nationalspieler zu veranstalten. Alle Handballmannschaften aus der Region waren aufgerufen, möglichst kreativ zu beantworten, wieso ausgerechnet sie Paul Drux treffen dürfen. Die Mädchenmannschaften der HSG Marienheide und der SG Attendorn/Ennest setzten sich durch. Und da waren sie: begeisterte Handball-Mädels und Paul Drux. Voller Elan löcherten die Mädchen den offenen und sympathischen Drux mit Fragen. Wie oft rasierst Du Dich? Wie bist Du zum Handball gekommen? Was isst Du am liebsten? – Der Handballer beantwortete alle Fragen charmant, selbst nach mehr als einer Stunde war der „Run“ auf Autogramme und Fotos ungebrochen, doch Drux blieb tiefenentspannt.

Drux berufsbedingt nur noch selten in der Heimat

„Es ist sehr schade, ich schaffe es beruflich bedingt nur noch selten in die Heimat, manchmal bin ich selbst an Weihnachten nicht da. Auch heute habe ich keine Zeit, nach Hause zu fahren“, so Drux. Der Nationalspieler war morgens um 5 Uhr aus Berlin mit der Bahn abgefahren, im Anschluss an den Termin geht es direkt wieder nach Berlin. Schließlich steht das Training bei den Füchsen an. Am Wochenende ist noch ein Saisonspiel zu absolvierten, bei dem es für die Berliner gegen die HSG Wetzlar auch noch um den Einzug ins internationale Geschäft geht. Seine handballerischen Fußstapfen hinterließ Drux auch in der Jugend des VfL Gummersbach, um den er sich durchaus sorgt.

„Der VfL hat ein 50:50-Spiel. Natürlich hoffe ich, dass der Dino drinbleibt“, sagt Drux mit Blick auf das entscheidende Spiel um den Klassenerhalt bei der SG BBM Bietigheim. Der Verlierer des Duells muss den Gang in die 2. Liga antreten. Für Gummersbach wäre es das erste Mal. Aber es gab an dem Tag auch Erfreuliches zu berichten. Durch die Handball-WM ist die Bekanntheit der Spieler gestiegen, Drux weiß genau, wie die Fans bei der Stange gehalten werden. „Wir müssen weiterhin attraktiv spielen, dann bleiben wir für die Fans interessant. Es liegt allein an uns, dass der Handball davon nachhaltig profitiert“, erklärt der gebürtige Gummersbacher am Rande in Meinerzhagen. Und dann steigt Drux wieder in den Zug. Für den Nationalspieler ein Tag wie im Zeitraffer – für die Kinder ein unvergessliches Erlebnis mit einem ihrer großen Idole.

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